Nürnberg: 48 Katzen aus winziger Wohnung gerettet - DER SPIEGEL
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Verwahrloste Katzen in Nürnberg: Miauuuuuuu!

Foto: Tierheim Nürnberg-Fürth

Nürnberg 48 Katzen aus winziger Wohnung gerettet

In Nürnberg hat eine Frau Dutzende verwahrloste Katzen in einem 28-Quadratmeter-Apartment gehalten. Die Polizei geht nicht von einer Straftat aus - sondern von "animal hoarding".
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Tierschützer haben 48 vernachlässigte Katzen in einer Wohnung in Nürnberg gefunden. Die Tiere lebten mit nur einem Katzenklo in einer knapp 28 Quadratmeter großen Wohnung, wie der Tierschutzverein Nürnberg-Fürth mitteilte . Die Besitzerin ist noch verschwunden.

Die Polizei sei am Sonntagfrüh wegen einer Überschwemmung in der Wohnung gerufen worden. Dort fanden sie die Tiere in dem Apartment, das völlig mit Katzenkot verschmutzt gewesen sein soll. Dem Tierschutzverein zufolge waren lediglich drei der Tiere kastriert, etliche hätten zudem einen Überbiss - das deute auf Inzucht hin.

Den Katzen gehe es entsprechend, so der Verein. Fast alle hätten Bissverletzungen, seien verschnupft oder hätten tränende Augen. Zwei der Tiere seien derzeit in einer Tierklinik. Frühestens Anfang nächsten Jahres könne der Verein neue Besitzer für die Katzen finden, zunächst müssten sie behandelt, geimpft und kastriert werden.

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Verwahrloste Katzen in Nürnberg: Miauuuuuuu!

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Warum die Besitzerin so viele Katzen gehabt habe, sei noch unklar, sagte eine Sprecherin des Vereins. Man vermute einen Fall von "animal hoarding": Mit diesem Begriff wird das krankhafte Sammeln von Tieren beschrieben. Die Polizei gehe derzeit nicht von einem Verstoß gegen das Tierschutzgesetz aus, sagte ein Sprecher.

Der Tierschutzverein hat aus dem Fall seine eigenen Konsequenzen gezogen: Es könnten vorerst keine weiteren Katzen aufgenommen werden: "Mit derzeit insgesamt 140 Katzen im Tierheim stoßen wir an unsere Grenzen", erklärten die Tierschützer - und baten um Spenden für ihre Arbeit.

mxw/dpa