Oberbayern: Waldbrand am Jochberg ist gelöscht - DER SPIEGEL
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Oberbayern Am Jochberg ist die Katastrophe vorbei

Seit Silvester fraß sich ein Feuer am Jochberg in Oberbayern durch 100 Hektar Wald. Nun geben die Einsatzkräfte Entwarnung.
Lösch-Helikopter am Jochberg
Lösch-Helikopter am Jochberg

Lösch-Helikopter am Jochberg

Foto: Sven Hoppe/ dpa
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Nach knapp drei Tagen ist der Waldbrand am Jochberg in Oberbayern gelöscht. Nachdem Einsatzkräfte zunächst noch Glutnester aus der Luft bekämpft hatten, wurden die Löscharbeiten am Nachmittag eingestellt, wie das Landratsamt Bad Tölz-Wolfratshausen mitteilte. Der Katastrophenfall wurde für beendet erklärt.

Zwei Männer hatten in der Silvesternacht auf dem beliebten Wanderberg nahe Kochel am See ein Feuer gemacht, das nach Einschätzung der Polizei außer Kontrolle geriet. Gegen die beiden wird nun wegen fahrlässiger Brandstiftung ermittelt.

Sieben Lösch-Helikopter

In den vergangenen Tagen waren zeitweise sieben Lösch-Helikopter im Einsatz gewesen, begleitet von einem Hubschrauber mit Wärmebildkamera. Der Schneefall seit Montagabend könnte bei den Löscharbeiten geholfen haben. Insgesamt sind 100 Hektar des Bergwalds betroffen, etwa die Hälfte davon befindet sich in Staatsbesitz.

Allein die Sanierung des staatlichen Waldes dürfte eine sechsstellige Summe kosten. Der Wald sei "eine Lebensversicherung für die Bewohner und Besucher der Alpenregion", sagte der Vorstandsvorsitzende der Bayerischen Staatsforsten, Martin Neumeyer. Der Wald schütze vor Erosion, Lawinen und Muren. Ohne ihn würde Regen, Geröll und Gestein ungebremst ins Tal schwemmen.

"Die Neubegründung des Schutzwaldes ist sehr aufwendig", sagte Neumayer. "Die neuen Pflänzchen müssen mit Hubschraubern an die steile Bergwand gebracht werden, die Arbeiter müssen zum Teil angeseilt werden." Auf jeden Hektar passen demnach 2500 neu zu pflanzende Bäume, die inklusive Transport je etwa zehn Euro kosteten. Allerdings müsste die Fläche wohl nicht komplett neu bestückt werden.

sms/dpa

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