Österreich Deutscher unter Kannibalismus-Verdacht festgenommen
Wien - Das Verbrechen soll einem Bericht der Zeitung "Österreich" zufolge bereits vor zwei bis drei Tagen in einer Notschlafstelle für Obdachlose im Wiener Stadtteil Rudolsheim-Fünfhaus begangen worden sein. Entdeckt wurde die Tat dagegen erst heute, in den frühen Morgenstunden, von einer Angestellten der Hilfsorganisation.
Der junge Deutsche, der unter Tatverdacht und laut Agenturbericht mit "blutigem Mund" festgenommen wurde, und das 49-jährige Opfer sollen sich die Wohnung seit mehreren Wochen geteilt haben, berichtet das Blatt.
Nach Erkenntnissen der Polizei soll der Deutsche, der ein Teilgeständnis abgelegt habe, dem Opfer mit einer Hantel den Schädel eingeschlagen und ihn mit einem Springmesser regelrecht ausgeweidet haben. Innereien des Opfers, schreibt "Österreich", solle der mutmaßliche Täter auf einem Teller angerichtet und in einem Nebenraum abgestellt haben.
Die beiden Männer hätten zuvor "tagelang Streit gehabt".
Der Deutsche habe seit August in der Bleibe gelebt, das Opfer, österreichischer Staatsbürger, sei dort seit Juni gemeldet gewesen. Die Wohnung bestehe aus einer kleinen Küche und zwei hintereinander liegenden Schlafzimmern. Die Leiche wurde im hinteren Schlafzimmer gefunden.
"Sichtlich gezeichnet", schreibt "Österreich", seien die am Tatort anwesenden Polizisten gewesen. "Ich habe in meinem Leben schon viel gesehen, aber so etwas nicht", wird einer der Beamten zitiert.
pad/dpa