Einspruch abgelehnt Dreifachmörder Michael Hooper hingerichtet
Oklahoma City - Seit 1993 saß der wegen dreifachen Mordes verurteilte Michael Hooper im US-Bundesstaat Oklahoma in der Todeszelle. Der 39-Jährige soll seine Freundin und deren beiden fünf und drei Jahre alten Kinder erschossen haben.
Hooper hatte vor der Vollstreckung des Urteils die Zusammensetzung seiner Giftspritze bemängelt und eine zusätzliche Dosis des Beruhigungsmittels Pentobarbital gefordert. Zwar ist der Wirkstoff Bestandteil des aus drei Substanzen bestehenden Giftcocktails. Hooper wollte aber eine zusätzliche Dosis Pentobarbital zur Hand wissen, sollte die zuerst verabreichte nicht ausreichen. Erst nachdem der Todeskandidat durch Pentobarbital ohnmächtig wird, werden zwei weitere tödliche Stoffe injiziert.
Bei Bewusstsein würden große Schmerzen ausgelöst, die verfassungswidrig seien, hatte die Verteidigung argumentiert. Hoopers Gesuch wurde durch alle Instanzen abgelehnt. Nur wenige Stunden nach der Entscheidung des Obersten Gerichts wurde er am Dienstagabend hingerichtet. Der 40-Jährige starb um 6.14 Uhr im Oklahoma-Staatsgefängnis.
Im US-Bundesstaat Texas ist erst vor einer Woche ein geistig behinderter Häftling mit der Giftspritze hingerichtet worden. Auch hier lehnte das Oberste Gericht der USA nur wenige Stunden vor der Exekution einen Antrag der Anwälte des 54-jährigen Marvin Wilson auf Aussetzung der Hinrichtung ab.
Wilsons Hinrichtung war die 25. Exekution, die in den USA in diesem Jahr vollstreckt wurde. Sieben der Hinrichtungen fanden in Texas statt. In dem Bundesstaat sind für mindestens neun weitere Todeskandidaten in den kommenden Monaten Hinrichtungen angesetzt.