Italien: Polizei ermittelt wegen möglicher Sabotage an Bahnstrecken nahe Bologna - DER SPIEGEL
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Schäden zum Olympia-Start in Italien Polizei ermittelt wegen möglicher Sabotage an Bahnstrecken nahe Bologna

Die italienische Polizei hat Ermittlungen wegen möglicher Sabotage ‌an Bahnstrecken in der Nähe der norditalienischen Stadt Bologna aufgenommen. Unbekannte sollen an mehreren Stellen Schäden verursacht haben.
Anzeigentafel in Mailand: Verspätete Züge
Anzeigentafel in Mailand: Verspätete Züge

Anzeigentafel in Mailand: Verspätete Züge

Foto: Guglielmo Mangiapane / REUTERS

Mit Beginn der Olympischen Winterspiele in Mailand und Cortina d’Ampezzo sind auf dem Streckennetz der italienischen Eisenbahn im Norden des Landes an drei Stellen Beschädigungen entdeckt worden. Derzeit laufen Ermittlungen, ob es einen Zusammenhang gibt. Nach einem Bericht der italienischen Nachrichtenagentur Ansa schließen Ermittler nicht aus, dass es sich wie zu Beginn der Sommerspiele 2024 in Paris um Sabotage handeln könnte. Es kam zu erheblichen Verspätungen.

Auf der Strecke zwischen der Großstadt Bologna und Padua im Norden wurde nach Angaben der Behörden ein »rudimentärer Sprengkörper« auf einer Weiche gefunden. Auf derselben Strecke wurde entdeckt, dass Stromkabel in einem Schacht durchtrennt worden waren. Auf der Strecke zwischen Bologna und Ancona geriet in der Nähe des Bahnhofs von Pescara ein Stromkasten in Brand.

Feuer »vermutlich vorsätzlich« gelegt

Der Brand sei »vermutlich vorsätzlich« gelegt worden, es habe sich jedoch bislang niemand dazu bekannt, sagte ein Polizeisprecher. In die Ermittlungen seien auch Antiterrorexperten eingeschaltet, hieß es.

Die staatliche Eisenbahngesellschaft Ferrovie dello Stato (FS) erklärte, ein technischer ‌Defekt sei als Ursache ausgeschlossen. Betroffen war demnach einer ⁠der ‍wichtigsten Eisenbahnknotenpunkte des Landes auf den Verbindungen zwischen Bologna und Mailand sowie Bologna und Venedig. ​Im Hochgeschwindigkeits-, Intercity- und Regionalverkehr ‌kam es den Angaben zufolge ⁠zu Verspätungen von bis zu zwei Stunden.

In Frankreich hatten Unbekannte kurz vor Eröffnung der Spiele im Juli 2024 koordinierte Brandanschläge auf das Netz der TGV-Hochgeschwindigkeitszüge verübt. Durch zerstörte Signalanlagen und Kabel wurden drei der vier Hauptstrecken lahmgelegt.

wit/dpa/Reuters