Paderborn: Flüchtling wegen Brandstiftung verurteilt - DER SPIEGEL
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Unterkunft in Paderborn Flüchtling wegen Brandstiftung verurteilt

Nach einem Feuer in einer Flüchtlingsunterkunft in Nordrhein-Westfalen ist ein ehemaliger Bewohner wegen besonders schwerer Brandstiftung verurteilt worden. Er muss für dreieinhalb Jahren in Haft.
Feuerwehrleute löschen den Brand in Hövelhof-Staumühle
Feuerwehrleute löschen den Brand in Hövelhof-Staumühle

Feuerwehrleute löschen den Brand in Hövelhof-Staumühle

Foto: Ralf Hilker/ dpa
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Nach Überzeugung des Landgerichts Paderborn hat der 22-Jährige Anfang Januar 2017 das Feuer in einer Flüchtlingsunterkunft in Hövelhof gelegt. Für die Strafkammer stand am Dienstagabend nach fünf Verhandlungstagen fest, dass der Algerier damit seine Verlegung in eine andere Unterkunft erzwingen wollte.

Bei dem Feuer wurde die als Flüchtlingsunterkunft dienende frühere Militärbaracke völlig zerstört, zahlreiche Menschen erlitten Rauchvergiftungen. Die Strafkammer verhängte außerdem zwölf Wochen Dauerarrest gegen einen 20-jährigen damaligen Bewohner der Flüchtlingsunterkunft wegen versuchter Sachbeschädigung. Dessen 27-jähriger Bruder bekam wegen versuchter Sachbeschädigung eine Geldstrafe. Dabei ging es um Möbel, die vor dem Ausbruch des Feuers zerschlagen worden sein sollen.

Angeklagt waren die beiden aus Algerien stammenden Brüder ursprünglich ebenfalls wegen besonders schwerer Brandstiftung. Die Verteidiger aller drei Angeklagten hatten Freisprüche gefordert.

gia/dpa