Panne in Quedlinburg: Frauenmörder entkommt Bewachern - DER SPIEGEL
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Panne in Quedlinburg Frauenmörder entkommt Bewachern

Frank O., der seit seiner Freilassung aus dem Gefängnis aus Sicherheitsgründen rund um die Uhr bewacht wird, ist es gelungen, seine Bewacher kurzzeitig abzuschütteln. Der Frauenmörder, der 22 Jahre abgesessen hat, gilt als gefährlich.
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Quedlinburg - Das Innenministerium gab zu, dass es dem 40- Jährigen vor kurzem gelungen war, seine Bewacher für eine ganze Nacht abzuschütteln und unbeobachtet ein Bordell zu besuchen. Frank O. sei von einem Bekannten mit dem Auto abgeholt worden, bei der Verfolgung hätten die Polizisten die Spur zeitweise verloren, erklärte das Innenministerium und bestätigte damit einen Bericht der "Mitteldeutschen Zeitung". Der Vorfall sei bedauerlich, es gebe aber keine hundertprozentige Garantie, den Mann immer im Auge zu haben.

Der 40-Jährige war Ende vorigen Jahres nach Verbüßung seiner Haftstrafe frei gekommen, nachdem mehrere Gerichte eine nachträgliche Sicherungsverwahrung abgelehnt hatten. Seither wird der verurteilte Mörder zu seiner Sicherheit und der Sicherheit seines Umfeldes von der Polizei rund um die Uhr überwacht.Der Mann wird in der Öffentlichkeit kontinuierlich von drei Polizisten begleitet, insgesamt sind für seine Überwachung 32 Beamte abgestellt. Er hatte 1983 eine Frau getötet und war 1984 verurteilt worden. 1992 - wenige Wochen nach seiner zwischenzeitlichen Entlassung - hatte er eine Frau niedergestochen und war erneut in Haft gekommen. Ende 2006 war er entlassen worden. Wie lange er überwacht werden soll, ist unklar.

jjc/dpa

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