Pascal-Prozess: Angeklagte beteuern Unschuld - DER SPIEGEL
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Pascal-Prozess Angeklagte beteuern Unschuld

In dem Verfahren um das Schicksal des kleinen Pascal haben die zwölf Beschuldigten in ihren Schlussworten bekräftigt, mit dem Verschwinden des Fünfjährigen nichts zu tun zu haben. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass sie den Jungen missbraucht und getötet haben.
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Saarbrücken - Die Angeklagten fassten sich kurz: Es dauerte nur rund sieben Minuten, bis sich die zwölf Beschuldigten geäußert hatten. Eine wegen Beihilfe zum Mord angeklagte 53-Jährige nutzte die Gelegenheit noch, um sich bei ihren Mitangeklagten zu entschuldigen. Sie hatte bei Vernehmungen die Tat geschildert, die Aussagen jedoch später widerrufen.

Die Staatsanwaltschaft hatte wegen Mordes und Kindesmissbrauchs oder der Beihilfe dazu lebenslange Freiheitsstrafen für die fünf Hauptangeklagten gefordert. Die Verteidiger plädierten dagegen auf Freisprüche in Bezug auf die Mord-, Missbrauchs- und Misshandlungsvorwürfe. Lediglich für eine 54 Jahre alte Hauptangeklagte sei eine geringe Geldstrafe unter Strafvorbehalt wegen eines mitbehandelten Drogendelikts angemessen, sagte ihr Anwalt.

Die Urteile in dem seit rund drei Jahren andauernden Hauptverfahren sollen am 7. September gesprochen werden. Pascal war im September 2001 in Saarbrücken spurlos verschwunden und soll laut Anklage im Hinterzimmer einer Bierkneipe von mehreren Männern vergewaltigt und erstickt worden sein. Das Gericht hatte im Juni 2006 Zweifel an den Mordvorwürfen geäußert und alle Haftbefehle gegen die Angeklagten aufgehoben. Die Leiche des Kindes wurde nie gefunden.

jdl/dpa

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