Pascal-Prozess: Hauptangeklagte bestreitet alles - DER SPIEGEL
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Pascal-Prozess Hauptangeklagte bestreitet alles

Zum ersten Mal in dem schon seit zehn Monaten laufenden Prozess um den Tod des fünfjährigen Pascal hat jetzt die Hauptangeklagte ausgesagt. Christa W. wies alle Vorwürfe zurück. Die Geschichten über organisierten Kindsmissbrauch seien frei erfunden.
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Saarbrücken - "Es war ein ganz normaler Tag", sagte die 52-Jährige heute vor dem Landgericht Saarbrücken über den 30. September 2001, an dem der Junge in ihrer Kneipe "Tosa-Klause" mehrmals missbraucht und dann getötet worden sein soll.

Die Vorwürfe gegen sie seien erfunden, "aus welchem Grund auch immer", sagte die Angeklagte. Sie sei am 30. September gegen 11.30 Uhr kurz in der Kneipe gewesen. Dann sei sie erst gegen 16 Uhr wieder dorthin gegangen. Dabei sei "alles gewesen wie immer". Zur mutmaßlichen Tatzeit sei sie zu Hause gewesen. Vom Verschwinden Pascals habe sie erst am Abend erfahren.

Die Anklage wirft W. vor, den Kindesmissbrauch in ihrer Kneipe organisiert sowie den Mord an dem kleinen Pascal befohlen zu haben. Die Anklage basiert im Wesentlichen auf Aussagen aus dem Kreis der insgesamt 13 Angeklagten, denen Kindesmissbrauch beziehungsweise Mord vorgeworfen wird. Zwei von ihnen wiederholten ihre Beschuldigungen vor Gericht, mehrere widerriefen dagegen frühere Aussagen.