Pascal-Prozess: Vier Angeklagte aus U-Haft entlassen - DER SPIEGEL
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Pascal-Prozess Vier Angeklagte aus U-Haft entlassen

Nach 24 bis 31 Monaten Untersuchungshaft sind vier Angeklagte im Saarbrücker Prozess um den Mord und Missbrauch des fünfjährigen Pascal auf freien Fuß gesetzt worden. Es bestehe kein "dringender Tatverdacht", so das Gericht.
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Saarbrücken - Erika K., 52, Gabi G., 51, Horst K., 50, und Günter L., 51, wurden aus der Untersuchungshaft entlassen. Die vier sind der Beihilfe zum Kindesmissbrauch und der Beihilfe zum Mord an dem fünf Jahre alten Pascal angeklagt. Der Gerichtsvorsitzende Ulrich Chudoba begründete die Entscheidung damit, dass kein "dringender Tatverdacht", sondern nur noch ein "hinreichender" bestehe. Die Dauer der Untersuchungshaft müsse im Verhältnis zu der erwarteten Strafe stehen.

Das Verfahren gegen Günter L. wurde zudem wegen dessen Verhandlungs- und Haftunfähigkeit vorläufig abgetrennt und eingestellt, wie das Gericht weiter mitteilte. Nach Auskunft der Ärzte sei der Angeklagte nicht vernehmungsfähig, weil er an einer lebensgefährlichen Gefäßerkrankung leide. Er konnte noch heute zusammen mit seiner Verteidigerin den Gerichtssaal verlassen.

Im Pascal-Prozess befinden sich inzwischen sechs der insgesamt 13 Angeklagten auf freiem Fuß. Mit Ausnahme von Günter L. müssen sie aber weiter an der Hauptverhandlung teilnehmen, die im September 2004 begann. Vor dem Landgericht müssen sich jetzt noch zwölf Angeklagte wegen Missbrauchs und Mordes an Pascal oder der Beihilfe zu diesen Taten verantworten. Der kleine Junge ist seit dem 30. September 2001 verschwunden. Er soll laut Anklage an diesem Tag in der Saarbrücker Bierkneipe "Tosa-Klause" vergewaltigt und getötet worden sein. Seine Leiche wurde nie gefunden.