Pferde in Thüringen durch Grünschnitt vergiftet - DER SPIEGEL
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Haflinger-Herde in Thüringen Pferde durch Grünschnitt vergiftet

Tragisches Ende für elf Haflinger: Die Tiere aus Thüringen starben, weil Unbekannte offenbar Grünschnitt auf die Weide warfen. Dabei kann bei Pferden ausgerechnet eine Pflanze tödlich wirken, deren Name es nicht erahnen lässt.
Haflinger in Meura: Tod durch Lebensbaum
Haflinger in Meura: Tod durch Lebensbaum

Haflinger in Meura: Tod durch Lebensbaum

Foto: Jens Meyer/ AP
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Meura - Elf Jungpferde sind auf einer Weide im südthüringischen Gräfenthal qualvoll gestorben. Sie hatten giftige Pflanzen gefressen. Die Obduktion zweier toter Hengste habe den Verdacht der Vergiftung erhärtet, teilte die Zuchtleiterin des Haflinger Gestüts Meura, Katrin Unger, am Sonntag mit.

Nach ersten Erkenntnissen hatten Unbekannte Grünschnittabfälle auf die Weide geworfen, die Äste von Lebensbäumen enthielten. Diese sind für Pferde giftig. Neun Haflinger der Herde waren am Sonntag noch mit Symptomen in tierärztlicher Behandlung. "Die Tiere bekommen Krämpfe und würden letztendlich ersticken, wenn wir sie nicht vorher erlösen", erklärte die Zuchtleiterin gegenüber der "Mitteldeutschen Zeitung".  Bei drei Tieren habe sich der Zustand mittlerweile gebessert.

Die Betreiber des Gestüts gehen aber nicht von einem kriminellen Hintergrund aus. Viele, die nichts mit Pferden zu tun haben, wissen nicht, dass viele Pflanzen für Pferde giftig sind", sagte Unger.

Der Tod der Tiere bedeutet auch einen wirtschaftlichen Schaden

Die Polizei will ermitteln, wer den Grünschnitt auf die Weide geworfen hat. Für das Gestüt bedeuten die Vorfälle auch einen immensen wirtschaftlichen Schaden. Aktuell wird dieser mit über 10.000 Euro beziffert.

"Wir behalten rund 45 Fohlen pro Jahrgang, um sie später auszubilden, zu verkaufen oder mit ihnen zu züchten", so Unger. "Da fehlt uns jetzt ein großer Teil der einjährigen Hengste."

mhu/dpa

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