Potsdam Mann mit Waschmaschine ermordet
Potsdam - Die zur Tatzeit betrunkenen Männer seien "mit besonderer Brutalität auf ihr hilfloses Opfer" losgegangen, sagte Richter Frank Tiemann. Ihr Motiv: "Freude an der Gewalt" und Verärgerung darüber, dass das Opfer kein Geld herausrückte. Die Richter gingen in ihrem Urteil von einer verminderten Schuldfähigkeit der Täter aus. Ein Gutachter hatte bei ihnen Persönlichkeitsstörungen festgestellt. Einer der beiden 22-Jährigen muss 13 Jahre, der andere 13 Jahre und sechs Monate lang einsitzen.
Nach Überzeugung der Kammer waren die beiden Angeklagten im Mai 2006 in die Wohnung des 46-jährigen Opfers in Zossen im Süden Berlins eingedrungen, um Geld, Zigaretten und Bier zu erpressen. Der "alkoholkranke und intellektuell beeinträchtigte" Mann sei einem der beiden Männer bekannt gewesen, sagte Tiemann. In der Wohnung entdeckten die Männer aber kein Geld, schlugen aus Wut darüber auf den 46-Jährigen ein und verwüsteten die Wohnung.
Dann gingen die beiden Täter zunächst wieder und ließen ihr Opfer verletzt zurück. Weil sie einen Rucksack vergessen hatten, kehrten sie laut Tiemann jedoch zurück. Dort schlugen sie erneut auf ihr Opfer ein und warfen eine 34 Kilogramm schwere Tischwaschmaschine auf den Mann. Das Gerät verfehlte zwar das Ziel, kippte aber dann auf den Kopf des Mannes.
jjc/dpa