Rekordfund - DER SPIEGEL
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Rekordfund Dealer schmuggeln mehr als eine Tonne Kokain nach Paris

1,38 Tonnen Kokain stellten Zollfahnder an Bord einer Air-France-Maschine in Paris sicher. Insgesamt neun Verdächtige wurden festgenommen - mutmaßlicher Drahtzieher soll die italienische Mafia sein.
Der französische Innenminister Manuel Valls mit konfisziertem Kokain
Der französische Innenminister Manuel Valls mit konfisziertem Kokain

Der französische Innenminister Manuel Valls mit konfisziertem Kokain

Foto: KENZO TRIBOUILLARD/ AFP
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Caracas/Paris - Diese Ausbeute konnte sich sehen lassen: Am Pariser Flughafen stellten Zollbeamte in einer aus Venezuela ankommenden Maschine der Air France Rauschgift im Wert von 200 Millionen Euro sicher - insgesamt 1,38 Tonnen Kokain in 31 Koffern. Es war die größte Menge Kokain, die je in Frankreich gefunden wurden.

Venezuelas Geheimdienst nahm am Sonntag drei Militärs fest, die im Verdacht stehen, in den Schmuggel verwickelt zu sein. In Frankreich gab es laut Polizeiangaben sechs Festnahmen. Die Drogen seien "wahrscheinlich für den europäischen Markt bestimmt" gewesen, hieß es bei der Polizei in Paris. Als ein möglicher Drahtzieher wurde die "italienische Mafia" genannt.

Der französischen Anti-Drogen-Polizei war der Rekordfund in Zusammenarbeit mit britischen, spanischen und niederländischen Kollegen geglückt. Seit Jahresbeginn wurden in Frankreich insgesamt vier Tonnen Kokain von der Polizei beschlagnahmt.

Justizminister Miguel Rodriguez warf die Frage auf, wie die Drogen und die Koffer nach Frankreich kommen konnten, "ohne die normalen Kontrollen zu durchlaufen". In Venezuela sollen die Ermittler nun das Flughafenpersonal unter die Lupe nehmen.

Das Kokain wurde schon vor fast zwei Wochen nach Frankreich geschmuggelt, denn die Maschine startete laut venezolanischen Regierungsangaben am 10. September vom Airport Maiquetía bei Caracas und landete am 11. September am Charles de Gaulle Airport in Paris.

Beim Schmuggeln werden die Drogenbosse immer findiger. Das Landgericht Frankfurt verurteilte am Montag einen 28-Jährigen zu fünf Jahren Haft, weil er im April am Flughafen mit eingeschweißten Fußballtrikots erwischt wurde, die mit flüssigem Rauschgift getränkt worden waren. Insgesamt steckten sechs Kilogramm Drogen in den Textilien. Das Rauschgift war für den niederländischen Markt bestimmt. Der Mann gab an, südamerikanische Drogenhändler hätten ihm 15.000 Euro Kurierlohn versprochen.

ala/dpa/AFP