Rockerszene: Bremen verbietet Mongols - DER SPIEGEL
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Rockerszene Bremen verbietet Mongols

Die Behörden sind überzeugt: Der Zweck des Rocker-Clubs MC Mongols besteht nur darin, Straftaten zu begehen. Daher hat das Land Bremen den Verein nun verboten.
Mongols-Rocker in Bremen: Verbot noch vor der Landtagswahl geplant
Mongols-Rocker in Bremen: Verbot noch vor der Landtagswahl geplant

Mongols-Rocker in Bremen: Verbot noch vor der Landtagswahl geplant

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Bremen - Die Mongols waren in den vergangenen Wochen in die Schlagzeilen geraten, weil sie zweimal die Hells Angels attackiert hatten. Zu viel für die Bremer Behörden: Das Land hat den Rocker-Club nun verboten. Nach seiner Ansicht besteht der Zweck des Vereins einzig und allein darin, Straftaten zu begehen, teilte der Bremer Innensenator Ulrich Mäurer (SPD) mit.

Die Bremer Innenbehörde betonte, die Mongols würden sich zwar selbst als Motorrad Club bezeichnen, dies sei aber offensichtlich nicht der wahre Grund für ihren Zusammenschluss. Nur ein einziges Mongols-Mitglied habe überhaupt einen Motorradführerschein; manche andere dagegen hätten überhaupt keine Fahrerlaubnis.

Die Mongols, die sich vor allem aus Angehörigen arabischer und kurdischer Clans rekrutieren, hatten die Bremer Hells Angels attackiert: 61 Mongolen waren vorübergehend festgenommen worden. Jan Timke, Bremer Spitzenkandidat der rechtskonservativen Partei Bürger in Wut (BIW), hatte als Erster ein sofortiges Verbot des Vereins gefordert.

Experten bezweifeln jedoch, dass sich ein solches Verbot leicht umsetzen lässt: Außer gefährlicher Körperverletzung und Landfriedensbruch habe man eigentlich nicht viel gegen den Verein in der Hand, sagt ein Bremer Beamter. Zwar seien viele Mongols erheblich vorbestraft, doch müsse in einem verwaltungsrechtlichen Verbotsverfahren nachgewiesen werden, dass schwerste Straftaten im Namen des Clubs begangen worden seien. "Das sehe ich bislang nicht." Ein entsprechendes Vorgehen gegen die Hells Angels der Hansestadt sei vor Jahren genau aus diesem Grund verworfen worden.

jjc/dpa