Schlechter Scherz: Mann lässt Vermieter aus dem Fenster hängen - DER SPIEGEL
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Schlechter Scherz Mann lässt Vermieter aus dem Fenster hängen

Weil er seinen Vermieter kopfüber an einem Bein aus einem Fenster im vierten Stock baumeln lassen hat, ist ein Bauarbeiter zu acht Monaten Haft auf Bewährung verurteilt worden. Der Mann entschuldigte sich bei dem Opfer - er habe ihm lediglich einen Schrecken einjagen wollen.
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Berlin - "Es war ein übler Scherz, für den ich mich entschuldige", sagte der Mann. Da ihm ein Tötungsvorsatz nicht nachzuweisen war, verurteilte das Landgericht den 42-Jährigen wegen gefährlicher Körperverletzung.

Er habe seinem Mitbewohner und zugleich Wohnungsinhaber bei der Einzugsparty einen Schrecken einjagen wollen, weil dieser sich über ihn lustig gemacht habe. Es sei um ein Machtgerangel unter Männern gegangen.

Der heute 33-jährige Vermieter durchlitt dabei nach eigenen Angaben Todesängste. Der Untermieter habe ihn frei schwebend aus dem vierten Stock seiner Wohnung im Stadtteil Wedding hängen lassen: "Er hat mich losgelassen, ich bin ganz sicher." Ein Gast der Party habe zugegriffen und ihn gerettet. Dieser Gast stritt aber ab, eingegriffen zu haben. Solange er im Raum gewesen sei, sei nichts passiert.

Die Richterin folgte deshalb den Aussagen des Angeklagten. Die Darstellung des Opfers sei zudem physikalisch nicht möglich. Die Männerwohngemeinschaft hielt ungefähr vier Monate. Für den Wohnungsinhaber war die Zeit im Jahr 2004 nach eigenen Worten ein Albtraum. "Ich hatte Angst, Angst, Angst", sagte der 33-Jährige. Er sei beleidigt worden, der Mitbewohner habe einen "richtigen Mann" aus ihm machen wollen. Einmal sei er durch die Wohnung gegen einen Schrank geschleudert worden, weil er den Computer seines Mieters benutzt habe.

jto/dpa