Schleswig-Holstein Amokalarm in Schule auf Fehmarn
Burg - Jan-Hendrik Wulff vom Polizeipräsidium in Lübeck sagte dem Nachrichtensender n-tv, man habe ein Schriftstück gefunden, aus dem hervorgehe, dass es an der Inselschule auf der Ostseeinsel Fehmarn eine "Amoklage" geben werde.
Bereits am Montagabend gegen 23 Uhr war die mögliche Bedrohung bekanntgeworden. Besorgte Eltern hatten sich an die Schulleiterin gewandt, nachdem in einem Klassenraum eine auf einen Tisch gekritzelte Ankündigung entdeckt worden war. Die Direktorin alarmierte daraufhin die Polizei.
Der Unterricht an der Inselschule wurde am Dienstag abgebrochen, obwohl es laut Polizeiangaben keine Anzeichen für einen Amoklauf gab. Einige Eltern hatten jedoch ihre Kinder vorzeitig aus der Schule geholt, weil sie sich Sorgen machten.
"Wir haben das sehr ernst genommen und sofort Maßnahmen ergriffen", sagte der Sprecher. Derzeit befinden sich rund 20 Beamte vor Ort. Sie haben die Schule durchsucht und alle Eingänge gesichert. Es sei bereits ein Ermittlungsverfahren eingeleitet worden, man gehe davon aus, bald einen Tatverdächtigen präsentieren zu können, sagte Wulff: "Wir tun alles, um Licht ins Dunkel zu bringen."
Die Inselschule hatte im Sommer 2007 als erste Gemeinschaftsschule in Schleswig-Holstein den Unterricht aufgenommen. An insgesamt drei Standorten in Burg aus Fehmarn werden rund tausend Schüler unterrichtet. Am Dienstag sollten hier Prüfungen für den Realschulabschluss stattfinden.