Schleswig-Holstein Gammelfleisch an Schulkantine geliefert
Kiel - Bei einer Kontrolle des Kühlhauses der Firma seien sieben Tonnen Fleisch sicher gestellt worden, das nicht für den Verzehr geeignet sei. Laut Staatsanwaltschaft wird nun wegen des Verdachts auf Betrug und auf Verstoß gegen das Lebensmittelgesetz ermittelt.
Wie die Staatsanwaltschaft weiter mitteilte, war das in der Schulkantine gefundene Fleisch eigentlich schon im Februar 2005 abgelaufen. Die Verdächtigen sollen das vom Hersteller angebrachte Mindesthaltbarkeitsdatum ausgeschnitten und durch einen Datumsstempel vom 26. Juni 2006 ersetzt haben. Die Firma sei heute durchsucht und zahlreiche Unterlagen seien sichergestellt worden. Die Behörden waren durch die Anzeige eines Großhändlers auf den Betrieb aufmerksam geworden.
Erst Ende Januar war in Schleswig-Holstein bekannt geworden, dass im vergangenen November bei einem Fleischgroßhändler aus dem Raum Neumünster 15 Tonnen Putenfleisch mit abgelaufenem Verbrauchsdatum beschlagnahmt worden waren.
Unterdessen teilte der Koch der betroffenen Schule mit, dass 100 Portionen des Fleisches an Schüler ausgegeben worden sei. Es habe nicht gerochen und gut geschmeckt, sagte er.
rom/AFP/AP