Schleuserprozess: Landgericht Köln spricht Syrer frei - DER SPIEGEL
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Schleuserprozess Landgericht Köln spricht Syrer frei

Zwei Syrer standen in Köln vor Gericht, weil sie schuld sein sollten am Tod von Flüchtlingen im Mittelmeer. Doch am Ende forderte selbst die Staatsanwaltschaft Freispruch.
Landgericht Köln
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Foto: DPA
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In einem der bundesweit ersten Prozesse um den Tod von Flüchtlingen im Mittelmeer hat das Landgericht Köln zwei Männer aus Syrien freigesprochen. Die Strafkammer sah es nicht als erwiesen an, dass die Syrer im Alter von 18 und 20 Jahren einer Schleuserbande angehörten.

Zuvor hatte auch die Staatsanwaltschaft in dem Prozess Freisprüche für die Angeklagten beantragt. Die Aussagen der Belastungszeugen seien widersprüchlich und nicht plausibel gewesen.

Acht Flüchtlinge ertrunken

Den beiden Männern war ursprünglich eine Mitschuld am Tod von mindestens acht Flüchtlingen im Mittelmeer vorgeworfen worden. Das seeuntüchtige Boot der Flüchtlinge war vor gut einem Jahr auf der Fahrt von der Türkei nach Griechenland vor der griechischen Insel Kos gekentert. Dabei sollen acht der 17 Insassen ertrunken sein.

Die beiden Angeklagten bestritten, Mitglieder einer Schleuserbande zu sein. Sie gaben an, dass sie selber als Schutzsuchende nach Deutschland gekommen seien. Für die Zeit in der Untersuchungshaft steht ihnen nun eine Entschädigung zu.

sms/dpa/AFP