Schulschießerei: 13-Jähriger feuert mit Sturmgewehr - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Schulschießerei 13-Jähriger feuert mit Sturmgewehr

Schon wieder Angst und Schrecken an einer Schule in den USA: Ein 13-Jähriger hat seine Mitschüler und Lehrer in einer Schule in Missouri mit einem Sturmgewehr bedroht. Außerdem warnte er vor einem versteckten Sprengsatz.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Joplin – Der 13-Jährige feuerte in der Schule mit 700 Schülern mit einem Sturmgewehr wild in die Luft. Menschen kamen dabei glücklicherweise nicht zu Schaden. Der Schüler traf mit seinem AK-47 lediglich eine Wasserleitung. Vertretern der Schulleitung gelang es schließlich, die bedrohliche Situation unter Kontrolle zu bringen.

Sie konnten den 13-Jährigen überreden, mit ihm die Schule zu verlassen. "Es war ziemlich knapp", sagte einer der Pädagogen, Superintendent Jim Simpson Der Junge habe schließlich seine Waffe sinken und sich festnehmen lassen. Draußen wurde der 13-Jährige dann bereits von zwei Polizisten mit gezogenen Waffen erwartet. Die Angst war damit aber noch nicht ausgestanden. Im Rucksack des Jungen wurde eine Notiz gefunden worden, in der es hieß, in der Schule sein ein Sprengsatz versteckt. Die Schule wurde evakuiert, während Polizisten das Gebäude durchsuchten.

Vorfälle wie diese häufen sich in den Vereinigten Staaten in den vergangenen Wochen, gehen aber keineswegs immer so unblutig zu Ende. In einer Schule der Religionsgemeinschaft Amish hatte ein 32-jähriger Milchwagenfahrer am 2. Oktober fünf Mädchen mit Kopfschüssen "hingerichtet". Davor hatte ein Obdachloser in einer Schule im US-Bundesstaat Colorado sechs Mädchen als Geisel genommen, eine Schülerin erschossen und sich dann das Leben genommen. In Wisconsin hatte ein 15-jähriger Schüler den Rektor seiner ehemaligen Schule erschossen. Vor drei Wochen hatte ein Amokläufer in einer Schule in Montreal eine Frau getötet und 19 Menschen zum Teil schwer verletzt.

Nach den tödlichen Schießereien gibt es in allen Schulen der USA verschärfte Sicherheitsvorkehrungen. Einige Schulen wurden deswegen in den vergangenen beiden Wochen wegen Drohungen sogar ganz geschlossen.

fok/dpa/AP