Schweinfurt: Mädchen mutmaßlich missbraucht - drei Personen verhaftet - DER SPIEGEL
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Verhaftungen in Bayern Elfjährige wurde Lkw-Fahrern offenbar zum Missbrauch angeboten

Ein Mann soll in Bayern die Tochter seiner Partnerin missbraucht haben. Ein Lkw-Fahrer alarmierte die Polizei – der Tatverdächtige habe auch ihm das Kind angeboten.
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In Bayern sind drei Personen im Zusammenhang mit dem mutmaßlichen Missbrauch eines Mädchens verhaftet worden. Das teilten das Polizeipräsidium Unterfranken und die Staatsanwaltschaft Schweinfurt  mit.

Ein Mann soll die Tochter seiner Lebensgefährtin in Schweinfurt schwer sexuell missbraucht und anderen Männern zu sexuellen Handlungen angeboten haben. Unter den Verdächtigen ist auch die Mutter des Kindes. Sie soll von den Taten gewusst und diese toleriert haben. 

Beim dritten Tatverdächtigen, einem 50-Jährigen aus der Region, geht es um sexuellen Missbrauch und die Verbreitung pornografischer Schriften. Nach einem vierten Mann wird noch gesucht. Das Mädchen war im Zeitraum der vorgeworfenen Taten zwischen neun und elf Jahre alt.

Ein Lkw-Fahrer hatte Anzeige erstattet, nachdem ihm das Kind am 31. Juli von dem Hauptverdächtigen auf einem Parkplatz an der Autobahn 70 gegen Geld angeboten worden war. Die Polizei habe damals das Mädchen und den Lebensgefährten der Mutter angetroffen.

Verdächtiger soll Taten gefilmt und Fotos gemacht haben

Der Lebensgefährte der Mutter soll das Kind von Ende 2018 bis Juli 2020 in einer Vielzahl von Fällen missbraucht haben. Zum Teil habe der Mann die Taten gefilmt und Fotos davon gemacht. Darüber hinaus sei der Tatverdächtige im Besitz einer Vielzahl kinderpornografischer Dateien gewesen.

In mindestens zwei Fällen soll der Hauptverdächtige das Kind dem 50 Jahre alten Mann zum Missbrauch zugeführt haben. Bei den Taten sei auch der Lebensgefährte der Mutter anwesend gewesen. Ein Lastwagenfahrer soll auch von dem Angebot, gegen Geld sexuelle Handlungen an dem Kind zu vollziehen, Gebrauch gemacht haben. Nach diesem Mann werde noch gefahndet.

Die Ermittler machten aus Gründen der Identifizierbarkeit keine näheren Angaben zum Alter der Mutter und von deren Lebensgefährten. Das Mädchen befindet sich nach Angaben eines Polizeisprechers unter Obhut des Jugendamts in einer therapeutischen Einrichtung.

bbr/AFP/dpa