Schweinfurt US-Soldat nach Geiselnahme erschossen
Schweinfurt - Der US-Soldat soll Beamte eines Sondereinsatzkommandos (SEK) mit einem halbautomatischen Sturmgewehr vom Typ M4 bedroht haben. Die Beamten hätten daraufhin auf den Angreifer geschossen, teilte die Polizei heute mit. Die Waffe stamme aus Armeebeständen, hieß es.
Ersten Erkenntnissen zufolge war der 30-jährige GI, der in Schweinfurt stationiert ist, zuvor gewaltsam in die Wohnung seiner Ex-Freundin eingedrungen. Er fesselte die Frau, der es jedoch gelang, zu fliehen. Sie verständigte die Polizei, die den Soldaten mit einem Hubschrauber und Wärmebildkamera suchte. Gegen 23 Uhr wurde der Mann vom SEK gestellt. Er bedrohte die Polizisten und es kam zu dem Schusswechsel, bei dem der GI lebensgefährlich verletzt wurde. Trotz einer Notoperation im Klinikum Schweinfurt starb er einige Stunden später.
Ob der Soldat auf SEK-Beamte geschossen habe, konnte Polizeisprecher Karl-Heinz Schmitt bislang nicht sagen. Außer der Kriminalpolizei Schweinfurt haben sich nun auch die Behörden der US-Armee in die weiteren Ermittlungen eingeschaltet.
ala/AP/ddp