Serienkiller im Knast: Häftling gesteht vier weitere Morde - DER SPIEGEL
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Serienkiller im Knast Häftling gesteht vier weitere Morde

Mit der Festnahme eines Mannes Anfang April ist der Polizei ein Serienmörder ins Netz gegangen: Der 64-Jährige hat bereits gestanden, eine 18 Jahre alte Schwesternschülerin im Februar 1984 vergewaltigt und erdrosselt zu haben. Nun räumte er vier weitere Morde an jungen Frauen ein.
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Kiel - Spätes Geständnis: Ein Mann, der wegen Mordes an einer jungen Frau verhaftet wurde, hat nun weitere Morde eingeräumt, die er zwischen 1969 und 1972 in den Gebieten Hamburg und Norderstedt begangen haben will. Das teilte die Staatsanwaltschaft am Freitag in Kiel mit. Die Taten konnten damals nicht aufgeklärt werden. Nähere Einzelheiten wollen Polizei und Staatsanwaltschaft am Freitagnachmittag auf einer Pressekonferenz in Kiel bekanntgeben.

Der Mann war Anfang April festgenommen worden und befindet sich seitdem in Untersuchungshaft. Er hat bereits gestanden, die 18 Jahre alte Schwesternschülerin Gabriele S. im Februar 1984 vergewaltigt und erdrosselt zu haben.

Zwar gingen die Ermittler bereits damals von einem Sexualmord aus. Bei der Aufklärung der Tat halfen aber erst 27 Jahre später verfeinerte DNA-Untersuchungsmethoden. Experten stellten damit tatrelevante Spuren fest. Daraufhin suchten die Mitarbeiter der Mordkommission mehr als 150 Personen auf, die bereits damals bei den Ermittlungen in den Fokus geraten waren. Eine Speichelprobe lieferte schließlich den entscheidenden Hinweis.

Die 18-Jährige aus Henstedt-Ulzburg im Kreis Segeberg war auf dem Weg in eine Disco verschwunden. Neun Tage später entdeckten zwei 14-jährige Mädchen in einer Fichtenschonung nahe Weddelbrook bei Bad Bramstedt die Leiche. Der Mann aus dem Kreis Segeberg war zur Tatzeit 37 Jahre alt.

jjc/dpa

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