Silvester-Übergriffe: Staatsanwaltschaft Hamburg fordert Freispruch - DER SPIEGEL
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Silvester-Übergriffe in Hamburg Staatsanwaltschaft fordert Freispruch

Im vorerst letzten Prozess um die Silvester-Übergriffe in Hamburg beantragt die Staatsanwaltschaft Freispruch für den Angeklagten.
Der Angeklagte Behzad S. (r.) mit seinem Anwalt Shahryar Ebrahim-Nesbat (Archiv)
Der Angeklagte Behzad S. (r.) mit seinem Anwalt Shahryar Ebrahim-Nesbat (Archiv)

Der Angeklagte Behzad S. (r.) mit seinem Anwalt Shahryar Ebrahim-Nesbat (Archiv)

Foto: Daniel Bockwoldt/ Pool
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Die Hamburger Staatsanwaltschaft hat in einem Prozess, bei dem es um sexuelle Übergriffe in der Silvesternacht 2015 ging, Freispruch beantragt. Die Behörde hält die Vorwürfe gegen den 34 Jahre alten Behzad S. für nicht erwiesen, sagte ein Gerichtssprecher. Auch der Verteidiger forderte Freispruch. Das Urteil soll am Donnerstag verkündet werden.

Zu Prozessbeginn war dem Iraner sexuelle Nötigung im besonders schweren Fall, gefährliche Körperverletzung, Raub und tätliche Beleidigung vorgeworfen worden.

In der Silvesternacht 2015 waren mehr als 400 Frauen in Hamburg auf der Großen Freiheit und am Jungfernstieg Opfer sexueller Übergriffe oder von Diebstählen und Raubtaten geworden.

Vorerst letztes Verfahren in Hamburg

Der Angeklagte S. soll nahe der Reeperbahn zusammen mit anderen Männern erst eine 21-Jährige und danach zwei andere Frauen im Alter von 19 und 20 Jahren eingekreist und sexuell genötigt haben. Als Beweismittel sollten Fotos eines Partyfotografen und die Aussagen der betroffenen Frauen dienen.

Das Strafverfahren gegen Behzad S. ist das vorerst letzte in Hamburg wegen der sexuellen Übergriffe in der Silvesternacht. Bisher wurde nur in einem Fall ein Täter verurteilt. Ein junger Afghane war mit einer 19-Jährigen von der Reeperbahn zum S-Bahnhof Stellingen gefahren und hatte sie in der Nähe sexuell angegriffen. Er erhielt Ende August 2016 eine Jugendstrafe von zwei Jahren auf Bewährung.

brt/dpa