Slowakei Leichenfotos führen Fahnder zu Kannibalenopfern
Sokol - Der aus dem Dorf Sokol in der Ostslowakei stammende Matej C. hatte über das Internet mit einem offenbar lebensmüden Schweizer eine Abmachung getroffen: Er werde ihn töten und dann in Teilen verspeisen, soll er versprochen haben.
Ein Ermittler der Polizei erfuhr von der bizarren Verabredung und begab sich zum vereinbarten Zeitpunkt in die Gemeinde Kysak. Bei dem Versuch, den Mann festzunehmen, kam es allerdings zu einer Schießerei, an deren Folgen C. am vergangenen Donnerstag starb. Dies bestätigten Innenminister Daniel Lipsic und Polizeipräsident Jaroslav Spisiak.
Am Dienstag entdeckten die Ermittler auf C.s Computer Informationen über mögliche weitere Opfer. Diese führten sie zu den sterblichen Überresten von zwei Frauen. Polizeipräsident Spisiak teilte mit, man habe genaue Tatortbeschreibungen auf dem Rechner gefunden. Beiden Leichen hätten exakt jene Körperteile gefehlt, die auf Fotos des 43-Jährigen zu sehen seien.
Der Polizei zufolge war der Mord bis ins Detail geplant: C. habe sein Opfer zunächst betäuben und dann ins Herz stechen wollen. Später plante er, die Leiche in kleinen Stücken zu verzehren. Zum vereinbarten Treffen habe C. alle für die Tat nötigen Instrumente mitgebracht, unter anderem Betäubungspillen und eine Knochensäge.
Das mutmaßliche Opfer aus der Schweiz habe es sich allerdings in letzter Minute anders überlegt, nachdem er die Fotos der Frauenleichen gesehen habe. C. hatte sie ihm vorab geschickt, mit den Worten: "Das ist mein Werk."