Southampton: Schießerei auf britischem Atom-U-Boot - DER SPIEGEL
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Southampton Schießerei auf britischem Atom-U-Boot

Im Hafen von Southampton ist es auf einem britischen Atom-U-Boot zu einer Schießerei gekommen: Ein Matrose wurde getötet, ein anderer schwebt in Lebensgefahr. Die Polizei nahm einen Mann fest, sie geht nicht von einem terroristischen Anschlag aus.
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Southampton - Schreckensmeldung aus dem britischen Southampton: Auf dem Atom-U-Boot "HMS Astute" hat es eine Schießerei gegeben. Ein Mann sei bei dem Vorfall ums Leben gekommen, ein zweiter lebensgefährlich verletzt worden, teilte die Polizei mit. Ein Mann sei festgenommen worden. Bei ihm soll es sich laut "Times" um einen mit einer 9mm-Pistole bewaffneten Wachmann handeln. Er werde des Mordes verdächtigt.

Der Vorfall ereignete sich in den Docks im Osten der Stadt. "Die Polizei wurde um 12.12 Uhr (Ortszeit) von Kollegen des Verteidigungsministeriums verständigt und steht derzeit mit ihnen in Kontakt, um die genauen Umstände des Vorfalls zu untersuchen", heißt es in einem Polizei-Statement. Die Beamten haben das Gebiet am Hafen weiträumig abgesperrt. Gefahr für die öffentliche Sicherheit bestehe nicht.

Polizei und Verteidigungsministerium schließen einen terroristischen Zusammenhang aus. Die Schießerei soll sich während einer Wachübergabe ereignet haben. Nach Informationen des Rundfunksenders BBC soll ein Mitglied der Crew auf zwei seiner Kameraden geschossen haben, ehe er überwältigt werden konnte. Sowohl bei dem festgenommenen Mann als auch bei den beiden Opfern handle es sich um Matrosen der britischen Marine, bestätigte das Verteidigungsministerium.

Ein Augenzeuge berichtete laut BBC, er habe sechs Menschen an Bord des Schiffes gesehen, die eine Trage über die Gangway in einen wartenden Krankenwagen transportierten. "Es waren außerdem eine Menge Leute von der Spurensicherung vor Ort, die mittlerweile wieder verschwunden sind", sagte der Augenzeuge.

Modernstes U-Boot Großbritanniens

Das U-Boot ist das neueste der britischen Flotte. Es gehört zu einer neuen Gruppe von U-Booten, die einen Atomantrieb haben. An Bord des Schiffes befinden sich jedoch keine Atomraketen.

Es ist nicht der erste aufsehenerregende Zwischenfall mit dem Schiff: Im vergangenen Oktober war es in Schottland auf eine Kiesbank aufgelaufen - nicht bei einer kitzeligen Mission, sondern bei einer Testfahrt. Die "Astute" war später freigeschleppt worden, stieß dabei aber mit einem der Schlepper zusammen.

Die "Astute" gilt als Jagd-U-Boot. Das 7800 Tonnen schwere und rund hundert Meter lange U-Boot kann konventionelle Spearfish-Raketen und Tomahawk-Marschflugkörper auf 2000 Kilometer entfernte Ziele abfeuern. Es liegt seit vergangenem Mittwoch im Hafen von Southampton und sollte fünf Tage in der Stadt im Süden Großbritanniens bleiben.

siu/han/wit/Reuters/dpa

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