Späte Geburt: 63-Jährige wird zum dritten Mal Mutter - DER SPIEGEL
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Späte Geburt 63-Jährige wird zum dritten Mal Mutter

Sie könnte schon lange Großmutter sein. Doch statt auf einen Enkel freut sich die 63 Jahre Patricia Rashbrook auf ein eigenes Kind. Künstlicher Befruchtung und dem umstrittenen Mediziner Antinori sei Dank.
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Hamburg - Kurze Nächte, lautes Geschrei, volle Windeln - das Leben der 63-Jährigen aus der Nähe von London wird sich in Kürze noch einmal komplett verändern. In zwei Monaten bekommt die Britin ihr drittes Kind, einen Jungen. Sie ist damit die älteste Schwangere Großbritanniens. Vater sei ihr zweiter Mann, der 61 Jahre alte John Farrant, berichtete die Britin. Aus erster Ehe hat sie bereits eine 26 Jahre alte Tochter und einen 22-jährigen Sohn.

Sie habe sich den Kinderwunsch gut überlegt, sagte Rashbrook. Anschließend sei sie für eine Fruchtbarkeitsbehandlung nach Rom gefahren - zu dem umstrittenen Fortpflanzungsmediziner Severino Antinori, schreibt die Zeitung "The Sun". In Großbritannien ist die künstliche Befruchtung von Frauen dieses Alters nicht erlaubt.

Konservative Abtreibungsgegner und Kritiker der Reproduktionsmedizin verurteilten die späte Schwangerschaft. Es sei schwierig für ein Kind, wenn seine Mutter vom Alter her seine Oma sein könnte, so die Aktivistin Josephine Quintavalle: "Das ist nur diese Konsumgesellschaft, die absolut alles haben will und nicht damit aufhört, um einmal darüber nachzudenken, dass ein Kind kein Produkt ist."

Den weltweiten "Altersrekord" bei einer Entbindung hält derzeit eine Rumänin. Sie brachte im Januar 2005 im Alter von 66 Jahren eine Tochter zur Welt.

aki/dpa/AP