Spanien Mann geht mit Kopf getöteter Freundin in Bar
Madrid - Es war 16.30 Uhr am Sonntag, als José Ángel G., Spitzname "der Mäuserich", in der Bar Pepín in Villarrubia ein Bierchen trank. Der spanischen Tageszeitung "ABC" zufolge erzählte der Mann seinen Freunden in der Bar, er habe seine 30-jährige Freundin Rocío T. - die beiden waren seit einem Jahr ein Paar - geköpft. Den Kopf der Toten hatte G. bei sich, verpackt in einer Tasche.
Nachdem er die Bar verlassen habe, kletterte José Ángel G. der Zeitung zufolge auf einen Strommast. Er habe einen Schlag bekommen, sei 30 Meter in die Tiefe gefallen und wenig später im Krankenhaus von Córdoba in Südspanien gestorben.
Die Freunde in der Bar hatten Josés Geschichte für einen schlechten Witz gehalten. Er sei so ruhig gewesen, dass ihm seine Kumpels trotz Blutspuren an seinem Hemd nicht glaubten. Man habe das Blut für "Anzeichen einer Rauferei" gehalten, sagte einer der Anwesenden laut "ABC". Der Täter soll Drogenprobleme und einen "Ruf als Schlitzohr" gehabt haben.
"Als wenig später einige Gäste die Bar verließen und Blutflecken auf der Straße sahen, wurde den Freunden schlagartig klar, dass es kein makaberer Scherz war. Völlig entsetzt entdeckten sie in der Nähe der Bar eine Tasche, in der sich der Kopf des Opfers befand", berichtete die Zeitung "ABC" unter Berufung auf Augenzeugen.
Die Polizei teilte ihrerseits lediglich mit, sie habe die mit Stichwunden übersäte Leiche der Frau gefunden, der mutmaßliche Mörder sei von einem Strommast gestürzt. In der Nähe des Mastes wurde ein Messer gefunden, bei dem es sich um die Tatwaffe handeln könnte.