Spanien Polizist soll in Madrider Anschläge verwickelt sein
Madrid - Der Zeitung zufolge hat Ayman Maussili K. damals Handys mit den Sprengsätzen verkabelt. Bei den Anschlägen am 11. März 2004 hatten islamistische Terroristen mit Hilfe der Telefone Bomben in vier Pendlerzügen zur Explosion gebracht. Dabei waren 191 Menschen getötet und mehr als 1500 verletzt worden.
Laut "El Mundo" stellt der Polizeibericht fest, dass die Attentäter nicht die erforderlichen technischen Kenntnisse gehabt hätten. Bei den Terroristen sei auch keinerlei Ausrüstung für die Manipulation der Telefone gefunden worden. Der Polizeibeamte, der gläubiger Muslim sei, verfügte dagegen vermutlich über technische Ausrüstung, weil er als Nebenjob einen Telefonladen betrieb.
Die Ermittler fanden nach Angaben der Zeitung außerdem in dem Appartement eines Attentäters des 11. März ein Dokument, das K. schwer belasten soll. Aus dem Dokument gehe hervor, dass sich der Terrorist und der Polizeibeamte kannten. Ayman Maussili K. kam 1981 als politischer Flüchtling nach Spanien und erhielt drei Jahre später wegen seiner Verdienste um das Land die Staatsbürgerschaft. 1989 sei er Teil der Sicherheitskräfte geworden.
Unter spanischen Ermittlern gilt der gebürtige Syrer als Experte für islamische Zellen in Spanien. Nach den Recherchen der Zeitung war der Mann aber auch mit Yarkas Alias Abu Dahdah, dem mutmaßlichen Anführer der spanischen Zelle, befreundet.
Derzeit ist der verdächtige Beamte wegen einer Depression vom Dienst freigestellt.