Spanien: Polizisten finden Drogen-U-Boot - DER SPIEGEL
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Spanien Polizisten finden Drogen-U-Boot

In einer Bucht an der Nordwestküste Spaniens haben Ermittler ein verlassenes U-Boot gefunden. Die Besatzung hatte sich den Angaben zufolge kurz zuvor aus dem Staub gemacht. Die Fahnder gehen davon aus, dass Drogenbanden das Boot zum Kokainschmuggel benutzen wollten.
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Madrid - Das mehr als zehn Meter lange Boot sei in der kleinen Bucht getrieben, als die Polizisten es entdeckten, sagte ein Polizeisprecher. Zuvor hätten die Beamten einen Tipp per Telefon bekommen. Es seien zwar keine Drogen an Bord gefunden worden. "Doch wir gehen davon aus, dass es Drogen-Schmugglern gehört", sagte der Sprecher. Sie hätten sich wohl vor der Ankunft der Polizisten aus dem Staub gemacht. Die spanische Nordwest-Küste mit ihren zahlreichen Buchten und Höhlen ist für die Küstenwache schwer zu kontrollieren und wird daher immer wieder von kriminellen Banden zur illegalen Einfuhr kolumbianischen Kokains genutzt.

Bislang hat die spanische Küstenwache zwar noch nie ein U-Boot von Drogenschmugglern beschlagnahmt. Anderswo allerdings nutzen Banden Tauchboote längst, um Drogen vom Schiff ans Festland zu bringen. Die kolumbianische Polizei hatte vor sechs Jahren eine Werkstatt in den Anden aufgedeckt, in der ein 30 Meter langes U-Boot gebaut wurde, mit dem bis zu 200 Tonnen Kokain im Wert von mehreren Milliarden Dollar hätten transportiert werden können.

ffr/reuters