Nach Exhumierung Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Witwe des "Bierkönigs"
Frankfurt am Main - Die Ermittlungen zum Tod des früheren Eigentümers der Henninger-Brauerei haben eine neue Wendung erhalten: Die Frankfurter Staatsanwaltschaft ermittelt gegen die junge Witwe des Frankfurter "Bierkönigs" Bruno H. Schubert wegen unterlassener Hilfeleistung. Zuvor lief zu seinem Tod nur ein Ermittlungsverfahren gegen Unbekannt.
Seit Ende Mai steht die 29-Jährige im Mittelpunkt des Verfahrens. Schubert starb 2010 im Alter von 90 Jahren. Nach einem Bericht der "Bild"-Zeitung wird auch gegen den Leibarzt des Millionärs und seinen Anwalt ermittelt. Ein Sprecher der Frankfurter Staatsanwaltschaft bestätigte am Freitag die Ermittlungen gegen die Witwe, nicht aber die gegen die beiden Männer.
In dem Ermittlungsverfahren soll geklärt werden, ob Schubert vor seinem Tod ausreichend versorgt wurde. Anfang Mai wurde der Leichnam exhumiert, um Gewebeproben zu nehmen.
Das Ermittlungsverfahren hat nichts mit dem juristischen Streit um das Erbe des "Bierkönigs" zu tun. Die Witwe hatte Mitte Juni einen Sieg errungen. Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichtes Frankfurt in einem Berufungsverfahren ist sie die Alleinerbin und nicht eine Umweltstiftung, die Schubert einst gegründet hatte.