Pornostar Stormy Daniels Polizei nennt Festnahme einen Fehler
Stormy Daniels nach ihrer Festnahme
Foto: REUTERS/ Franklin County Sheriffs OfficeNur Stunden nach ihrer Festnahme ist US-Pornodarstellerin Stormy Daniels freigelassen worden. "Es ist ein Fehler passiert", sagte die Chefin der Polizei in Columbus im Bundesstaat Ohio.
Polizisten nahmen Daniels in einem Stripklub fest, weil sie Gäste des Lokals berührt hatte - ein Verstoß gegen die örtlichen Gesetze. Bei den Gästen handelte es sich um drei Undercover-Polizisten, wie die "New York Times" berichtet . Daniels habe die Köpfe der Männer zwischen ihre Brüste gedrückt und weibliche Gäste gestreichelt.
Just rcvd word that my client @StormyDaniels was arrested in Columbus Ohio whole performing the same act she has performed across the nation at nearly a hundred strip clubs. This was a setup & politically motivated. It reeks of desperation. We will fight all bogus charges. #Basta
— Michael Avenatti (@MichaelAvenatti) July 12, 2018
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"Das war ein abgekartetes Spiel, und es war politisch motiviert", schrieb ihr Anwalt Michael Avenatti bei Twitter. Die Polizisten seien nur aus einem einzigen Grund in den Klub gegangen: um Daniels dazu zu bringen, sie zu berühren, sagte Avenatti der "NYT". "Das ist lächerlich."
Daniels wurde gegen eine Kaution von 6000 Dollar freigelassen. Kurze Zeit später gaben die Ermittler bekannt, die Vorwürfe fallen zu lassen. Die Gesetze in Ohio verbieten zwar körperlichen Kontakt zwischen Strippern und Kunden - das gilt allerdings nur für Stripper, die regelmäßig in Lokalen des Bundesstaates auftreten. Daniels hatte ihren ersten Auftritt in dem Klub.
Präsident und Pornostar: Die Affäre Stormy Daniels
"Ich übernehme die volle Verantwortung", sagt die Polizeichefin von Columbus. Die Beweggründe der Polizisten würden intern geprüft.
Die Festnahme sei Teil von langfristigen Ermittlungen gegen Menschenhandel, hieß es von der Polizei. Man habe dank des Gesetzes gegen den Körperkontakt schon zahlreiche Menschen festgenommen. Wie viele, gab die Polizei nicht bekannt.
Im Video: Ein Abend mit Stormy Daniels
Daniels Anwalt warf den beteiligten Polizisten vor, "sehr Trump-freundliche" Profile in den sozialen Medien zu haben und veröffentliche Screenshots.
Daniels behauptet, sie habe im Jahr 2006 Sex mit US-Präsident Donald Trump gehabt, als er bereits verheiratet war. Sein Rechtsanwalt, Michael Cohen, habe ihr 130.000 Dollar gezahlt, damit sie die Affäre für sich behalte. Cohen hat die Zahlung inzwischen bestätigt. Trump behauptet, Daniels habe die Affäre erfunden.