Stuttgart: Mutter und Sohn folterten Rentner zu Tode - DER SPIEGEL
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Stuttgart Mutter und Sohn folterten Rentner zu Tode

Das Gericht stellte eine besondere Schwere der Schuld fest: In Stuttgart wurden ein 27-Jähriger und seine Mutter zu lebenslanger Haft verurteilt, weil sie einen Rentner zu Tode gefoltert hatten.
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Stuttgart - Ein 27-jähriger Mann quälte mit Hilfe seiner Mutter einen Rentner über Stunden zu Tode - für diesen Foltermord aus Geldgier sind die beiden am Donnerstag in Stuttgart zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Das Landgericht erkannte zudem wegen der Grausamkeit der Tat auf besondere Schwere der Schuld des "schwer seelisch abartigen" 27-Jährigen. Damit ist eine vorzeitige Entlassung aus der Haft ausgeschlossen.

Der Angeklagte hatte gestanden, seinem 64-jährigen Bekannten in Großerlach (Rems-Murr-Kreis) an dessen Geburtstag am 11. April dieses Jahres mit diversen Werkzeugen blutende Wunden zugefügt zu haben. So wollten er und seine Mutter, 49, den Rentner offenbar zwingen, ihnen 90.000 Euro zu überlassen, die sich aber gar nicht im Haus befanden. Das Opfer ist während der Misshandlungen verblutet.

Der Richter hob hervor, dass eine stundenlange Folter mit zahlreichen Tatwerkzeugen "mit Sicherheit selten" sei.

Der 27-Jährige aus Hessen hatte bei der Polizei und vor Gericht gestanden, unter anderem Flaschen und Stühle auf dem Kopf seines Opfers zerschmettert, ihn mit einem Messer am Hals verletzt und ihm mit einer Schreckschusspistole mehrfach ins Gesicht geschossen zu haben.

Der Rentner schrie nach Aussage der Angeklagten während der Tat vor Schmerzen und flehte um sein Leben. Der 64-Jährige und der Täter kannten sich schon seit Jahren: Der 27-Jährige war dem Rentner wiederholt gegen Geld sexuell gefällig gewesen.

pad/dpa