Südtirol: Bär erlegt Messners Yak - DER SPIEGEL
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Südtirol Bär erlegt Messners Yak

Erst herrschte in der Schweiz allgemeiner Jubel über den ins Engadin eingewanderten Bären, dann folgten die Klagen der Bauern: Das Tier soll Kälber gerissen haben. Jetzt ist der Bär allem Anschein nach weiter nach Südtirol gezogen und hat sich dort an einem exotischen Himalaya-Bullen von Reinhold Messner gütlich getan.
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Rom/Genf - Der Bergsteiger hatte vor 20 Jahren insgesamt 20 der asiatischen Yak-Rinder aus dem Himalaja nach Italien bringen lassen, die seither in 2800 Metern Höhe im Suldental in Südtirol leben. Der 600 Kilogramm schwere Bulle sei nach heftigen Prankenhieben des Bärs in den Hals verblutet. "Als wir ihn gefunden haben, lag er im Sterben, wir mussten ihn töten", sagte Messner tief bewegt. Bei dem Braunbären handelt es sich vermutlich um das Tier, das zuletzt im Engadiner Nationalpark in der Schweiz gesehen worden war.

Dort hatte er bereits zuvor zugeschlagen: In der Nähe des Ofenpasses riss er ein sieben Tage altes Kalb, berichtete die Zürcher "Sonntagszeitung". Ein Jäger habe das tote Tier gefunden.

Die Wiederkehr eines Braunbären in die Schweiz war am vergangenen Donnerstag durch die Digitalfotos eines deutschen Forstpraktikanten zweifelsfrei dokumentiert worden und hatte in dem Alpenland zunächst viele Sympathien geweckt.