Terrorismus: Mzoudi hat Deutschland verlassen - DER SPIEGEL
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Terrorismus Mzoudi hat Deutschland verlassen

Der vom Terrorvorwurf freigesprochene Marokkaner Abdelghani Mzoudi hat heute Deutschland verlassen. Er fliegt nach Angaben seiner Anwältin zunächst von Hannover nach Agadir und reist von dort weiter zu seiner Familie nach Marrakesch.
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Hannover - "Ich kann bestätigen, dass er ausgereist ist", sagte ein Sprecher des Bundesgrenzschutzes heute in Hannover. Mzoudi sei vom Flughafen Hannover aus nach Agadir in Marokko geflogen, sagte seine Anwältin Gül Pinar. Ursprünglich wollte der 32-Jährige direkt nach Marrakesch zu seiner Familie fliegen. Das ließ sich nach Angaben der Anwältin aber nicht organisieren.

Die Hamburger Ausländerbehörde hatte Mzoudi eine zweiwöchige Frist zur Ausreise gesetzt. Diese Frist wäre am Donnerstag abgelaufen. Mzoudi passierte zusammen mit seinem Anwalt Michael Rosenthal die Kontrollen am Flughafen Hannover. "Wir wollen auf jeden Fall mitkriegen, was passiert", begründete Anwältin Gül die Begleitung. Sie nimmt an, dass Mzoudi in Marokko von den Behörden verhört wird. Auch dessen Familie hat sich dort einen Rechtsbeistand genommen.

Der Marokkaner war durch den Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe am 9. Juni endgültig vom Terrorverdacht freigesprochen worden. Der BGH hatte die Revision der Bundesanwaltschaft gegen einen Freispruch durch das Hanseatische Oberlandesgericht vom Februar 2004 verworfen.

Mzoudi war vorgeworfen worden, ein Helfer der Hamburger Todespiloten vom 11. September 2001 gewesen zu sein. Vergangene Woche hatte Mzoudi im Prozess gegen seinen als Terrorhelfer angeklagten Landsmann Mounir al-Motassadeq die Aussage verweigert. Motassadeq werden ebenso wie zuvor Mzoudi Beihilfe zum Mord sowie Mitgliedschaft in einer Terrorvereinigung zur Last gelegt.