Terrorprozess: Moussaoui legt Berufung ein - DER SPIEGEL
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Terrorprozess Moussaoui legt Berufung ein

Qaida-Mann Moussaoui will seine Verurteilung  zu lebenslanger Haft nicht hinnehmen.  Er legte Berufung gegen die Entscheidung des US-Gerichts ein. Zuvor hatte er bereits versucht, sein Geständnis zu widerrufen.
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Washington - Die Anwälte von Zacarias Moussaoui teilten mit, der 37-Jährige wünsche eine Überprüfung des Urteils vom 4. Mai. Moussaoui soll demnach den Rest seiner Tage in einem Hochsicherheitsgefängnis im westlichen US-Bundesstaat Colorado verbringen, in dem bereits eine Reihe anderer verurteilter Terroristen untergebracht sind. Die Jury in dem sensationsreichen US-Terrorprozess hatte Moussaouis Verwicklung in die Terroranschläge vom 11. September 2001 in den USA für erwiesen gehalten. Die Geschworenen entschieden sich - offenbar zu Moussaouis Überraschung - gegen die Todesstrafe und für lebenslange Haft.

Moussaoui selbst hatte sich im Verlauf des Verfahrens schuldig bekannt. Er gestand, an dem Komplott für den 11. September 2001 beteiligt gewesen zu sein. Demnach hätte er ein Flugzeug in das Weiße Haus fliegen sollen, wäre er nicht einen Monat vor den Anschlägen festgenommen worden, weil er an einer US-Pilotenschule als verdächtig aufgefallen war. Nach seiner Verurteilung zog der marokkanischstämmige Franzose sein Geständnis aber wieder zurück und behauptete nun, mit dem 9/11-Komplott nichts zu tun gehabt zu haben.

In seinem beim Bundesberufungsgericht in Richmond (Virginia) eingegangenen Antrag habe Moussaoui auch Berufung gegen die Entscheidung eingelegt, dass er sein Geständnis nicht zurücknehmen dürfe. Mit der Kehrtwende nach seiner Verurteilung hatte der 37-Jährige eine Neuauflage seines Prozesses erreichen wollen. Dies hatte ihm die zuständige Richterin Leonie Brinkema jedoch verweigert.

fok/AFP/AP