Thüringen: Baby stirbt - Mutter festgenommen - DER SPIEGEL
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Thüringen Baby stirbt - Mutter festgenommen

Es ist ein schrecklicher Verdacht: Im thüringischen Behringen soll eine 23-Jährige ihre Tochter so stark vernachlässigt haben, dass der Säugling starb. Nun ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen die alleinerziehende Mutter.
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Behringen - Die Obduktion des einjährigen Mädchens ergab ausgeprägte Hautaufweichungen am Gesäß und in den Leistenfalten, wie die Staatsanwaltschaft Meiningen heute mitteilte. Ein Magen- und Darminhalt sei nicht erkennbar gewesen. Das Kind habe an Flüssigkeitsmangel und Mangelernährung gelitten, so Behördensprecher Thomas Wasmuth.

Ein Verdursten oder Verhungern liege jedoch nicht vor, auch seien keine Anzeichen von äußerer Gewalteinwirkung erkennbar gewesen, hieß es. Die konkrete Todesursache stehe noch nicht fest und könne erst mit weiteren Untersuchungen ermittelt werden. Die alleinlebende 23 Jahre alte Mutter sei vorläufig festgenommen worden. Gegen sie bestehe der dringende Tatverdacht der Verletzung der Fürsorge- und Aufsichtspflicht und der Misshandlung von Schutzbefohlenen.

Die Frau war laut Wasmuth gestern mit ihrem Kind zum Arzt gegangen, der aber nur noch den Tod des kleinen Mädchens feststellen konnte. Es sei von einer Todeszeit in der Nacht zum Dienstag auszugehen. Wegen der ungeklärten Todesursache habe der Arzt die Kriminalpolizei informiert. In einer ersten Vernehmung habe sich die 23-Jährige lediglich ausweichend geäußert und gemeint, sie habe alles für ihr Baby getan. Die Frau hat noch einen Sohn von dreieinhalb Jahren.

jdl/AP