Todesserie in Pflegeheim: Staatsanwaltschaft stellt Ermittlungen ein - DER SPIEGEL
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Todesserie in Pflegeheim Staatsanwaltschaft stellt Ermittlungen ein

Das Rätselraten hat ein Ende: Die mysteriöse Serie von Todesfällen in einem Altenheim in der Eifel ist offenbar durch eine bakterielle Infektion ausgelöst worden. Ein Fremdverschulden hält die Staatsanwaltschaft für ausgeschlossen - doch noch bleiben Fragen offen.
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Trier - In einer Mitteilung der Staatsanwaltschaft heißt es: Es lägen "keine Anhaltspunkte vor, dass die Bewohner des Katharinen Stiftes in Hillesheim aufgrund Fremdverschuldens erkrankt und verstorben sind". Ein Gutachten der Mainzer Rechtsmedizin kommt demnach zu dem Ergebnis, dass die Betroffenen möglicherweise durch Streptokokken erkrankten. In zehn der elf Fälle sei ein Fremdverschulden ausgeschlossen.

Katharinen-Stift in Hillesheim: Keine Anhaltspunkte für Fremdverschulden

Katharinen-Stift in Hillesheim: Keine Anhaltspunkte für Fremdverschulden

Foto: DDP

Die Staatsanwaltschaft stellte ihre Ermittlungen in diesen Fällen ein. Wie der Leitende Oberstaatsanwalt Jürgen Brauer erklärte, besteht lediglich im Fall einer am 11. April verstorbenen Bewohnerin der Verdacht, dass die Frau falsch beatmet wurde. Hier dauern die Ermittlungen an, auch weil die Angehörigen der Toten Mitarbeiter des Pflegeheims wegen unterlassener Hilfeleistung angezeigt haben. Eine bewusste oder versehentliche Vergiftung der Betroffenen wird in jedem Fall ausgeschlossen.

Bei 13 Bewohnern und zwei Mitarbeitern des Hillesheimer Katharinenstifts waren zwischen dem 21. und dem 24. März Atemprobleme, Durchfall, Erbrechen und Übelkeit aufgetreten. Elf Heimbewohner im Alter zwischen 60 und 93 Jahren starben. Die Gesundheitsbehörden hatten zunächst eine Infektionserkrankung ebenso ausgeschlossen wie eine Lebensmittelvergiftung. Umfangreiche Messungen in dem Altenwohnheim ergaben keinen Hinweis auf Giftstoffe in der Raumluft.

Han/AP/dpa