Todesstrafe Texas richtet 500. Häftling hin
Kimberly McCarthy: Im Gefängnis von Huntsville per Giftspritze getötet
Foto: AP/Texas Department of Criminal JusticeWashington - In Texas ist eine verurteilte Mörderin hingerichtet worden. Es war die 500. Exekution in dem US-Bundesstaat seit Wiedereinführung der Todesstrafe in den USA im Jahr 1976. Die 52-jährige Kimberly McCarthy wurde nach Angaben der Strafvollzugsbehörden im Gefängnis von Huntsville per Giftspritze getötet. Vor dem Gefängnis hielten etwa 30 Gegner der Todesstrafe eine Mahnwache ab. Zuletzt war in den USA 2010 eine Frau hingerichtet worden.
McCarthy war wegen Raubmords an einer Nachbarin im Jahr 1997 zum Tode verurteilt worden. Der Anklage zufolge hatte sie an die Tür ihres Opfers geklopft und um eine Tasse Zucker gebeten. Dann habe McCarthy zugestochen.
McCarthys Anwältin, Maurie Levin, hatte alle Rechtsmittel ausgeschöpft. Zuletzt lehnte es das oberste Berufungsgericht in Texas ab, das Verfahren neu aufzurollen. Im Berufungsverfahren hatte die Verteidigerin vergeblich geltend gemacht, dass rassistische Vorurteile im Prozess eine Rolle gespielt hätten. McCarthy war schwarz, ihr Opfer wie auch elf der damaligen Geschworenen weiß.
Texas, wo die Todesstrafe 1982 wieder eingeführt wurde, ist mit Abstand der Bundesstaat mit den meisten Exekutionen. Nach Angaben des Todesstrafen-Informationszentrums in Washington liegen Virginia mit bisher 110 vollstreckten Todesurteilen und Oklahoma mit 105 auf den folgenden Plätzen. Insgesamt hat es dem Zentrum zufolge seit 1976 in den USA 1338 Hinrichtungen gegeben.