Todesstrafe in Texas Verurteilter Kindermörder mit Giftinjektion hingerichtet
Raphael Holiday
Foto: REUTERSMit einer tödlichen Injektion ist im US-Bundesstaat Texas ein wegen Mordes an drei Mädchen verurteilter 36-Jähriger hingerichtet worden. Raphael Holiday soll im September 2000 das Holzhaus seiner Frau, in dem sich die damals sieben, fünf und ein Jahr alten Mädchen aufhielten, angezündet haben. Er hatte dies bis zuletzt bestritten.
"Ich habe meine Kinder geliebt. Ich hätte ihnen niemals etwas angetan", sagte er der Nachrichtenagentur AP vor wenigen Tagen. Er wisse nicht, wie die Hütte in Brand geraten sei.
Holiday war der leibliche Vater des jüngsten Mädchens, die beiden älteren stammten aus einer früheren Beziehung seiner Frau. Sie hatte ihm vorgeworfen, die Siebenjährige sexuell belästigt zu haben und sich deshalb von ihm getrennt. Vor Gericht erwirkte sie eine Schutzanordnung, die es ihm untersagte, sich der Familie zu nähern.
Sechs Monate später soll Holiday zum Haus der Familie gefahren sein und seine Schwiegermutter mit vorgehaltener Schusswaffe gezwungen haben, Benzin in den Wohnräumen auszuschütten. Als die Hütte in Brand stand, flüchtete er mit dem Auto der Frau - und lieferte sich anschließend eine Verfolgungsjagd mit der Polizei. Die Frau überlebte.
Holiday ist der 13. Mensch, der in diesem Jahr in Texas hingerichtet wurde. Seine Anwälte hatten vergeblich versucht, das Verfahren neu aufrollen zu lassen. Sie waren bis vor das höchste US-Gericht gezogen.