Todesstrafe für Gangmitglied Texas richtet Mörder hin
Manuel Vasquez: "Ich bin bereit"
Foto: REUTERS/ Texas Department of Criminal JusticeAustin - "Ich bete in Jesus' Namen. Ich bin bereit." Das waren die letzten Worte von Manuel Vasquez. Kurz darauf injizierte ihm ein Mediziner eine Überdosis des Betäubungsmittels Pentobarbital. Der 46-Jährige ist damit der vierte Häftling, der seit Jahresbeginn in Texas hingerichtet wurde.
Vasquez hatte 1998 in San Antonio die 51-jährige Juanita Ybarra mit einem Telefonkabel erwürgt. Die Frau musste sterben, weil sie sich geweigert hatte, eine Steuer in Höhe von zehn Prozent auf ihren illegalen Drogenhandel zu zahlen. Vasquez hatte im Auftrag des mexikanischen Drogenbosses Rene Munoz gehandelt, der 2012 verhaftet wurde.
Maßgeblich belastet wurde Vasquez durch einen seiner Komplizen, der vor Gericht ein Geständnis ablegte und deshalb mit einer siebenjährigen Gefängnisstrafe davonkam. Ein dritter Komplize muss für 35 Jahre hinter Gitter. Vasquez hatte keine Berufung gegen sein Urteil eingelegt und betont, lieber sterbe er, als rund um die Uhr eingesperrt zu sein.
Für kommenden Mittwoch plant Texas die nächste Exekution. Danach bekommen die Behörden ein Problem: Der Vorrat des Betäubungsmittels Pentobarbital reicht nur noch für eine Hinrichtung. Die USA haben derzeit Lieferprobleme, weshalb sie immer wieder auf nicht ausreichend erprobte Mischungen zurückgreifen müssen. Eine Reihe von qualvollen Pannen bei Hinrichtungen hatte zuletzt eine Debatte über die in den USA verwendeten Giftcocktails ausgelöst.