Todesstrafe in Texas Verurteilter Mörder hingerichtet
Huntsville - In Texas, dem Heimat-Bundesstaat von US-Präsident George W. Bush, ist erneut ein Todesurteil vollstreckt worden: Der wegen Raubmordes verurteilte Gregory Wright wurde im Gefängnis von Huntsville mit der Giftspritze hingerichtet.
Der 42-Jährige hatte 1997 eine 52 Jahre alte Frau in ihrem Haus in DeSoto südlich von Dallas erstochen und ausgeraubt. Die für ihre Hilfsbereitschaft bekannte Frau hatte dem Obdachlosen Unterschlupf sowie Essen und Kleidung angeboten.
In Texas sind in diesem Jahr bereits 14 Todesurteile vollstreckt worden. Am Dienstag war das vierte Todesurteil in diesem Monat vollstreckt worden: Ein verurteilter 47-jähriger Kinderschänder und Mörder wurde mit einer Giftspritze hingerichtet, wie die texanischen Justizbehörden mitteilten.
Der Mann war 1996 des Mordes an der siebenjährigen Tochter eines Nachbarn schuldig gesprochen worden. Er hatte das Mädchen nach Erkenntnissen der Justiz verschleppt, vergewaltigt und erdrosselt. Die Polizei fand die Leiche des Kindes auf dem Dachboden des Mannes. Die US-Bundespolizei FBI stufte den Mann, der bereits früher ein kleines Mädchen belästigt hatte, als "extreme Gefahr für die Gesellschaft" ein.
Joseph Ray Ries wurde vergangene Woche im Gefängnis von Huntsville hingerichtet. Er hatte 1999 bei einem Einbruch einen schlafenden Mann getötet und wurde als Mörder verurteilt.
Seit der Wiedereinführung der Todesstrafe durch den Obersten Gerichtshof im Jahre 1976 wurden in Texas 418 Menschen hingerichtet - so viele wie in keinem anderen Bundesstaat.
jjc/AP/AFP