Toter Junge in Berlin: Zwölfjähriger wurde Opfer von Gewaltverbrechen - DER SPIEGEL
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Toter Junge in Berlin Zwölfjähriger wurde Opfer von Gewaltverbrechen

Traurige Gewissheit in Berlin: Der tot aufgefundene Junge starb eines gewaltsamen Todes. Das legen erste Obduktionsergebnisse nahe. Als dringend tatverdächtig soll der Vater des Kindes gelten - der Mann ist verschwunden.
Polizeisiegel am Tatort: Vater des getöteten Jungen gilt als tatverdächtig
Polizeisiegel am Tatort: Vater des getöteten Jungen gilt als tatverdächtig

Polizeisiegel am Tatort: Vater des getöteten Jungen gilt als tatverdächtig

Foto: Tobias Kleinschmidt/ dpa
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Berlin - Die Obduktion des Zwölfjährigen habe Anhaltspunkte dafür ergeben, dass der Junge durch stumpfe Gewalteinwirkung gegen den Oberkörper getötet worden sei, teilte die Polizei am Mittwoch mit. Die ermittelnde Mordkommission gehe von einer Beziehungstat und nicht von einem Sexualdelikt aus. Als Beziehungstaten werden Verbrechen bezeichnet, bei denen sich Täter und Opfer gut kennen.

Ein zunächst festgenommener Mann wurde wieder freigelassen, da sich der anfängliche Tatverdacht gegen ihn nicht bestätigte. Bei dem Mann handelte es sich um den Lebensgefährten des Vaters, berichteten die "Berliner Morgenpost" und der "Tagesspiegel". Als tatverdächtig gelte nun der Vater des Jungen, schrieb der "Tagesspiegel" unter Berufung auf einen Ermittler. Der Mann sei verschwunden und werde gesucht. Zu den konkreten Umständen der Tat machte die Polizei keine Angaben.

Die Mutter des Jungen hatte ihr Kind am Dienstag als vermisst gemeldet. Der Zwölfjährige besuchte an dem Tag laut "Morgenpost" zusammen mit seiner Schwester den Vater. Dabei soll es zu einem Streit gekommen sein, bei dem Vater und Sohn aus der Wohnung liefen und verschwanden.

Das Kind war am Mittwochmorgen tot im Keller eines Wohnhauses im Bezirk Reinickendorf gefunden worden. Angaben zu dem Gebäude machten die Ermittler nicht. Nach Informationen der "Morgenpost" soll es sich allerdings um das Wohnhaus seines Vaters handeln. Der Vater habe demnach seit etwa einem Jahr mit seinem Lebensgefährten in dem Haus gewohnt. Von seinem Sohn sowie dessen kleiner Schwester und Mutter habe der Mann getrennt gelebt. Die Polizei wollte dies nicht kommentieren.

Wie ein Bewohner berichtete, sicherten die Ermittler nach dem grausigen Fund bis zum Morgen Spuren. Vor zwei Kellern des sechsstöckigen Hauses befanden sich Blutspuren. Die Beamten versiegelten sowohl die Wohnung der Männer als auch einen Keller.

ulz/AFP/dapd/dpa