Trier: Mordprozess gegen Autofahrerin - absichtlich in Gegenverkehr gefahren? - DER SPIEGEL
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Mordprozess in Rheinland-Pfalz Autofahrerin soll tödlichen Crash absichtlich verursacht haben

Unfall oder Straftat? Nach einem tödlichen Zusammenstoß steht eine Autofahrerin wegen Mordes vor Gericht. Sie soll ihr Auto in den Gegenverkehr gelenkt haben, um einen Streit mit ihrem Freund zu beenden.
Die Angeklagte im Gerichtssaal
Die Angeklagte im Gerichtssaal

Die Angeklagte im Gerichtssaal

Foto: Harald Tittel/ dpa
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Vor dem Trierer Landgericht hat ein Mordprozess gegen eine Autofahrerin begonnen, die ihren Wagen absichtlich in den Gegenverkehr gelenkt haben soll. Bei dem Zusammenstoß auf einer Bundesstraße nahe Erden an der Mosel starben ihr 34-jähriger Lebensgefährte und eine 32-jährige Frau, die mit im Auto unterwegs waren.

Die Anklage wirft der 36-jährigen Frau vor, den tödlichen Crash verursacht zu haben, "weil sie unbedingt einen Streit mit ihrem Freund sofort beenden wollte", sagte Staatsanwalt Volker Blindert. Die Beschuldigte habe in drei Fällen heimtückisch getötet - wobei es in einem Fall beim Versuch geblieben sei. Der Fahrer des entgegenkommenden Wagens kam mit Verletzungen davon. Deshalb lautet die Anklage auch auf versuchten Mord.

Keines der Opfer habe bei dem Unfall im April 2016 mit einem derartigen Fahrmanöver rechnen können, heißt es in der Anklage. Die Fahrerin habe den Tod anderer zumindest billigend in Kauf genommen, sagte Blindert.

Der Anwalt der Angeklagten erklärte, seine Mandantin wolle sich zunächst nicht zu den Vorwürfen äußern. Der Prozess ist bis zum 22. Mai terminiert.

apr/dpa