Trier Polizei sucht nach vermisstem Studenten
Trier - Nach dem rätselhaften Verschwinden eines Studenten in Trier sucht die Polizei mit einer Sonderkommission nach dem 28-Jährigen. Bislang gebe es keine Hinweise über den Verbleib des Mannes, der seit einer Woche vermisst werde, teilte die Polizei Trier am Mittwoch mit.
Maxim Beck im März 2009: vermisst seit dem 25. Juli
Foto: ddpDer Anglistik-Student der Universität Trier hatte am vergangenen Donnerstag seine Eltern in Dresden besuchen wollen. Dort kam er aber nie an. "Wir ermitteln in alle Richtungen", sagte ein Polizei-Sprecher. Auch ein Verbrechen werde nicht ausgeschlossen, sagte er.
Maxim Beck hatte am 30. Juli vom Hunsrück-Flughafen Frankfurt-Hahn nach Berlin fliegen wollen, um dann mit dem Bus nach Dresden zu reisen. Den Flug hat der 28-Jährige nach Angaben der Polizei aber nicht angetreten.
Am Mittwoch konzentrierte die 30-köpfige Sonderkommission "Maxim" ihre Ermittlungen auf das Umfeld des Studenten. Unterlagen in der Wohnung wurden ausgewertet, Freunde und Kommilitonen befragt. Offensichtlich habe der junge Mann sehr zurückhaltend gelebt, sagte der Sprecher. Suchaktionen waren zunächst nicht geplant.
Am Dienstag hatte ein Polizeihubschrauber bereits mögliche Anfahrtsstrecken zum Flughafen Hahn abgeflogen. "Ohne Ergebnis", hieß es am Mittwoch.
Der Student, der seit 2003 in Trier wohnt, hatte am Abend vor dem geplanten Flug versucht, seine Eltern telefonisch zu erreichen. Die Telefonnummer des Sohnes konnte im Display abgelesen werden, teilte die Polizei mit. Als die Eltern später zurückriefen, konnten sie ihren Sohn nicht mehr erreichen.
Der Fall erinnert an den der vermissten Studentin Tanja Gräff: Die 21-Jährige verschwand vor gut zwei Jahren - ebenfalls in Trier. Sie hatte an der Fachhochschule Trier ein Sommerfest besucht und war danach nie wieder nach Hause gekommen. Bisher ist nicht geklärt, ob Tanja Gräff etwas zugestoßen ist.