Überlingen-Unglück: Ex-Skyguide-Chef räumt Fehler ein - DER SPIEGEL
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Überlingen-Unglück Ex-Skyguide-Chef räumt Fehler ein

Fünf Jahre nach dem Flugzeugunglück von Überlingen hat der frühere Chef der Schweizer Flugsicherung Skyguide Fehler eingeräumt. Damals waren ein Passagierflugzeug und eine Frachtmaschine kollidiert. 71 Menschen starben, darunter viele Kinder.
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Konstanz - "Wir haben nicht immer die richtigen Worte zur richtigen Zeit gefunden. Ich hoffe und bitte, dass man mir dafür verzeiht", sagte Alain Rossier dem Konstanzer "Südkurier". Dass ein Flugzeugzusammenstoß dieser Dimension stattfinden konnte, habe er sich nicht vorstellen können. "Schließlich haben die Flugsicherungen und die Cockpits so viele Sicherungssysteme, die sowas verunmöglichen sollten", so der 50-Jährige.

Bei dem Zusammenstoß einer Passagiermaschine der Bashkirian Airlines mit einem Frachtflugzeug des Kurierdienstes DHL über dem Bodensee waren am 1. Juli 2002 alle 71 Insassen ums Leben gekommen. Das Unglück wird unter anderem auf Fehler bei Skyguide zurückgeführt.

Das Unglück habe ihn "nachhaltig geprägt", sagte Rossier der Zeitung weiter. "Ich denke immer wieder an all die Menschen, die ihr Leben verloren haben und an ihre Angehörigen." Auf die Frage, ob sich Skyguide bei den Angehörigen der Opfer nicht schon früher hätte entschuldigen sollen, sagte Rossier: "Ich musste lernen, dass das, was das Herz möchte, der Verstand manchmal verbietet."

Rossier hatte Ende 2006 nach eigenen Angaben Skyguide von selbst verlassen, nachdem ihm unter anderem organisatorische Probleme des Unternehmens angelastet worden waren. Eine neue Aufgabe habe er bislang nicht.

jjc/dpa