Früherer Bayern-Manager Uli Hoeneß beantragt vorzeitige Haftentlassung
Uli Hoeneß: Weihnachten zu Hause
Foto: Stuart Franklin/ Bongarts/Getty ImagesUli Hoeneß hat beim Landgericht Augsburg seine vorzeitige Haftentlassung beantragt. Das Gericht teilte mit, ein entsprechender Antrag auf Halbstrafe sei eingegangen. Stimmt die Behörde zu, würde die Reststrafe für den ehemaligen Manager des FC Bayern zur Bewährung ausgesetzt - er käme am 29. Februar frei.
Hoeneß war im März 2014 vom Landgericht München wegen Steuerhinterziehung in Millionenhöhe zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Im Juni 2014 trat er die Strafe an. Dem Strafgesetzbuch zufolge kann ein Gericht nach der Hälfte einer verbüßten Freiheitsstrafe den Rest zu Bewährung aussetzen. Voraussetzung ist unter anderem, dass der Verurteilte zum ersten Mal eine Freiheitsstrafe absitzt.
Entscheidung wohl im Januar
Das Gericht teilte mit, man werde Hoeneß anhören und danach entscheiden, ob die gesetzlichen Voraussetzungen vorliegen. Mit einer Entscheidung sei frühestens Mitte Januar zu rechnen.
Hoeneß ist bereits seit Anfang des Jahres Freigänger und arbeitet in der Jugendabteilung des FC Bayern. Zum Schlafen muss er in der Woche in die Zelle zurückkehren. Freigänger in Bayern haben bis zu 21 Tage Urlaub und können Wochenenden bei ihren Familien verbringen.
Zu Beginn der Woche spendete Hoeneß bei einer vorweihnachtlichen Radio-Aktion 10.000 Euro. Es fließt in eine Stiftung, die Bedürftigen in sozialen Notlagen hilft. Hoeneß sagte, er habe sich zu der Spende entschlossen, weil er und seine Frau sich in diesem Jahr nichts schenken - "weil ich ja zu Hause sein kann, und das ist Geschenk genug".