Urteil: Mann folterte Freundin - sieben Jahre Haft - DER SPIEGEL
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Urteil Mann folterte Freundin - sieben Jahre Haft

Sie verweigerte ihm ein Zigarette, da brachte er sie beinahe um: Ein Berliner ist wegen einer Serie von Körperverletzungen zu sieben Jahren Haft verurteilt worden. Der 40-Jährige hatte seine Freundin unter anderem mit einem Schlauch stranguliert.
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Berlin - Bei früheren Übergriffen schon hatte der Angeklagte die inzwischen 36-Jährige geschlagen und mit Stahlkappenschuhen getreten. Mit einem kleinen Dolch stach er in ihren Oberschenkel, mit einem Fahrradschloss brach er ihr zwei Rippen. Ein Wurf mit einem Schlüsselbund hinterließ eine Narbe an der Stirn. Der Mann stand unter Alkoholeinfluss. Vor der Strafverbüßung kommt der Berliner daher in eine Entziehungsanstalt.

Der Vorwurf des versuchten Totschlags erwies sich jedoch nicht. Der Angeklagte habe töten wollen, dann aber freiwillig von seinem Opfer abgelassen, hieß es zur Begründung. Nachbarn hatten die Polizei alarmiert. Der Täter wurde verhaftet. Seine Freundin kam schwer verletzt in ein Krankenhaus. Ihr waren auch 16 Ohrringe ausgerissen worden. Bis heute leidet die Berlinerin an den psychischen Folgen der Attacken.

Die Angriffe begannen im Juni 2007, nachdem der 40-Jährige aus der Haft entlassen worden war. Er hatte eine Strafe wegen Gewalt gegen die Partnerin verbüßt. Die Freundin hatte gehofft, dass er sich im Gefängnis gebessert habe. Vergebens: Die Brutalität des Mannes steigerte sich in den Folgemonaten sogar noch, sagte der Richter.

jdl/dpa