US-Häftling Mädchenkiller gesteht Dutzende weitere Morde
Los Angeles - Der 53-Jährige bekannte sich gestern nicht nur schuldig, im Jahr 1987 ein 15 Jahre altes Mädchen getötet zu haben, wie der Sheriff von Colorado Springs erklärte. Browne habe gesagt, er habe insgesamt bis zu 48 Morde begangen. Zu vielen dieser Taten habe er Einzelheiten geliefert. Nach seiner Aussage hat er neun Morde im westlichen Bundesstaat Colorado begangen.
Browne ist bereits wegen eines Mordes aus dem Jahr 1995 zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt. Der Aussage Brownes zufolge beging er seinen ersten Mord während seiner Militärzeit in Südkorea im Jahre 1970. Gefolgt seien dann 17 weitere Taten in Louisiana, neun in Colorado, sieben in Texas, fünf in Arkansas, drei in Mississippi, je zwei in Kalifornien, New Mexico und Oklahoma sowie ein weiterer im Staat Washington - insgesamt 49. Was Browne zu seinem jetzigen Geständnis bewog, ist den Ermittlern zufolge noch unklar. Zuvor hatte der Häftling den Justizbehörden Briefe mit kryptischen Hinweisen in poetischer Form zukommen lassen.
Nach Angaben aus Ermittlerkreisen konnten Brownes Angaben zu sechs der Mordfälle inzwischen weitgehend bestätigt werden. Seine Aussage, 49 Morde begangen zu haben, erscheine glaubwürdig, erklärte der Sheriff von El Paso, Terry Maketa: "Kann sein, dass er übertreibt, aber wir können unsere Ermittlungen nicht von dem Gedanken leiten lassen, dass er übertrieben haben könnte. Wir müssen den Spuren nachgehen."
Viele dieser Morde seien möglicherweise unbemerkt geblieben, weil es sich bei den Opfern um Durchreisende gehandelt habe. Sollten sich Brownes Angaben bestätigen, wäre er einer der schlimmsten Massenmörder der USA.
ffr/AFP/AP