US-Polizei durchsucht Anwesen von Millionär Robert Durst - DER SPIEGEL
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Drogen, Waffen, Mordverdacht US-Polizei durchsucht Wohnung von Millionär Robert Durst

Im US-Bundesstaat Texas hat die Polizei eine Wohnung des Immobilienmillionärs Robert Durst durchsucht. Der 71-Jährige wird verdächtigt, eine ehemalige Bekannte erschossen zu haben. Derzeit sitzt er wegen Drogen- und Waffenbesitzes ein.
Polizeidurchsuchung: In diesem Gebäude besitzt Robert Durst eine Wohnung
Polizeidurchsuchung: In diesem Gebäude besitzt Robert Durst eine Wohnung

Polizeidurchsuchung: In diesem Gebäude besitzt Robert Durst eine Wohnung

Foto: AP/dpa
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Houston - Robert Durst steht unter einem schwerwiegenden Verdacht: Er soll vor vielen Jahren eine ehemalige Bekannte getötet haben, mutmaßlich, um ein weiteres Verbrechen zu vertuschen.

Jetzt haben sieben Polizisten mehrere Stunden lang ein Luxus-Appartement von Durst im texanischen Houston durchsucht. Am Ende seien die Beamten mit zwei Kartons voller Dokumente herausgekommen, berichtete CNN. Eine Sprecherin bestätigte, dass das FBI auf Anfrage der Polizei von Los Angeles an der Aktion beteiligt gewesen sei.

Der 71-Jährige war am Wochenende nach jahrzehntelanger Flucht in New Orleans festgenommen worden. Er soll vor 15 Jahren die Krimi-Autorin und Gangster-Tochter Susan Berman, einst eine gute Freundin von ihm, erschossen haben. Berman wurde im Dezember 2000 getötet, kurz bevor sie bei der Polizei zu dem mysteriösen Verschwinden von Dursts erster Ehefrau im Jahr 1982 befragt werden sollte.

Durst ist derzeit in Louisiana in New Orleans in Haft, weil man bei der Festnahme mehr als hundert Gramm Marihuana und eine Waffe bei ihm gefunden hatte. Es ist noch unklar, wann er nach Kalifornien überstellt wird. Die nächste Anhörung in New Orleans ist für Montag angesetzt.

Robert Durst: "Nichts von Beweiskraft"

Robert Durst: "Nichts von Beweiskraft"

Foto: Mike Segar / REUTERS

Dursts Anwalt Dick DeGuerin erklärte, es sei ihm ein Rätsel, wonach die Polizei in der Wohnung seines Mandanten gesucht haben könne. "Ich glaube, das ist ein PR-Gag", sagte er. "Ich bin davon nicht überrascht, aber ich wäre sehr erstaunt, wenn sie irgendetwas von Beweiskraft gefunden hätten."

Eine Nachbarin hatte dem Sender ABC13 gesagt, sie habe gesehen, wie Durst in der vergangenen Woche mit zwei Koffern die Wohnung verlassen habe. Ein Assistent des Millionärs habe mehrere Tage später weitere Gegenstände aus der Wohnung geholt.

Wie die "Los Angeles Times" berichtet, soll es gleichwohl ein Beweisstück gegen Durst geben: Dabei handelt es sich um einen von ihm selbst geschriebenen Brief an Berman aus dem Jahr 1999. Die Schrift gleicht angeblich der aus einem anonymen Schreiben an die Polizei von Beverly Hills, in der der Verfasser kurz nach dem Mord an Berman den Behörden einen Hinweis gibt, dass sie "eine Leiche" im Hause Bermans finden könnten. Beide Dokumente sind in Großbuchstaben verfasst, in beiden wird Beverly Hills falsch geschrieben, nämlich "Beverley Hills".

ala/AFP

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