US-Polizist wegen Mord angeklagt - DER SPIEGEL
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Nach Erschießung eines Schwarzen US-Polizist des Mordes angeklagt

In den USA ist ein Polizist wegen Mordes angeklagt worden. Bei einer Verkehrskontrolle hatte er einen schwarzen Autofahrer erschossen. Der Staatsanwalt sieht es als erwiesen an, dass der Beamte "absichtlich getötet" habe.
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Diese Anklage könnte wegweisend sein: Ein US-Polizist ist wegen Mordes angeklagt worden, nachdem er einen schwarzen Autofahrer erschossen hat. Die Geschworenen eines Gerichts in Hamilton County im Bundesstaat Ohio erhoben die Anklage, wie die "New York Times" berichtet . Am 19. Juli hatte der Polizist Ray T. den Autofahrer Samuel DuBose in seinem Wagen angehalten und ihm in den Kopf geschossen.

Der Staatsanwalt von Hamilton County sagte während einer Pressekonferenz, dass T. DuBose "absichtlich getötet" habe, nachdem er die Beherrschung verloren habe. "Ich mache meine Arbeit seit 30 Jahren. Das ist das Dümmste, was ich einen Polizisten je habe tun sehen. Es ist völlig ungerechtfertigt."

DuBose, 43, sei in einem grünen 1998er Honda Accord gefahren, an dem vorne das Nummernschild gefehlt habe, wie ein Polizeichef bereits am Montag aussagte. T. habe ihn südlich vom Campus der University of Cincinnati angehalten und ihn dann in eine Seitenstraße gelotst. Als T. nach dem Führerschein gefragt habe, habe DuBose ihm eine Flasche Alkohol gereicht, sagte der Polizeichef weiter.

Der weitere Verlauf der Konfrontation ist nicht widerspruchsfrei geklärt. T. feuerte einen Schuss in den Kopf von DuBose.

Der Tod des Schwarzen DuBose durch den weißen Polizisten T. ist nur einer in einer langen Reihe von Fällen, die in den USA eine Diskussion über Polizeigewalt gegen Schwarze ausgelöst haben.

Nach amerikanischer Rechtsprechung ist "Mord" weiter gefasst als in Deutschland.

mka